TOP Alumnae

Die WHU hat viele erfolgreiche Absolventinnen hervorgebracht. Alumnae unserer Hochschule finden sich in den unterschiedlichsten Branchen, vom Investmentbanking bis zum Consulting, vom mittelständischen Familienunternehmen bis hin zum Weltkonzern. Nicht wenige Startups wurden von ehemaligen WHU-Absolventinnen gegründet. Auf dieser Seite stellen wir Ihnen einige unserer Alumnae vor.

Uta Hoffmann, Kellogg-WHU EMBA 2013

Name:
Uta Hoffmann

Abschluss:
International Business Studies (HTW Dresden); EMBA 2013 (Kellogg-WHU)

Familienstand:
ledig

Beruflicher Werdegang:
Mein Berufseinstieg als International Management Trainee bei Fa. Benteler, einem globalen Automobilzulieferer, gab mir gleich zu  Anfang meiner Karriere die Möglichkeit, ganz verschiedene Unternehmensbereiche eines Unternehmens kennenzulernen und an herausfordernden Projekten mit Führungspersonen zu arbeiten. Danach bin ich im Zentraleinkauf als Einkäuferin eingestiegen, wo ich aber auch relativ schnell zu weiteren Herausforderungen im Ausland aufgebrochen bin, als Leiterin Einkauf und interne Logistik in Südafrika. Nach meiner Rückkehr und einer weiteren Stelle mit Führungsverantwortung im Einkauf, bin ich  in den Logistikbereich gewechselt was sowohl externe und interne Logistik, als auch Produktionsplanung beinhaltete und somit meine Erfahrung entlang der gesamten Supply Chain komplettieren. In 2011 bin ich nach Dänemark umgezogen, um eine tolle Herausforderung als Logistikleiterin in einem neu akquirierten Produktionswerk anzunehmen und habe dann bald darauf die Logistikleitung der Region mit den Ländern Dänemark, Schweden und Norwegen übernommen. Das war auch die Zeit in der ich meinen EMBA absolviert habe. Kurz nach Ende des Programms wechselte ich zu Delphi nach Luxembourg als Direktor „Integrated Supply Chain EMEA“, zuständig für Logistik, Produktionsplanung und Zoll für 44 Werke. Als leitende Angestellte bei Delphi bekam ich dann die Möglichkeit in den Bereich Electronics Controls zu wechseln, der unter anderem den Produktbereich der Fahrerassistenzsysteme, den Vorreitern der Produkte die autonom fahrenden Fahrzeuge ermöglichen, beinhaltet. In diesem wachsendem und spannenden Produktsegment bin ich gesamtverantwortlich für das Geschäft verschiedener Automobilhersteller. Im Mai 2016 wurde ich dann zudem Geschäftsführerin für die 12 Standorte von Delphi in Deutschland.

Was ist das Beste, was Sie aus Ihrem WHU-Studium mitgenommen haben (beruflich und privat)?
Privat, die Freundschaften, die sich bis heute halten. Beruflich, in Bereiche eintauchen zu können und Wissen aufzubauen, in denen ich noch keine berufliche Erfahrung hatte.

Welchen Ratschlag würden Sie einer WHU Absolventin heute mit auf den Weg geben?
Vielleicht zwei Dinge. Zum einen finde es ist gar nicht so wichtig in welchem (Fach-) Bereich genau der erste Job ist. Wichtig ist, dass man Erfahrung sammelt und sich überlegt was die nächsten Schritte sein können und diese natürlich dann auch aktiv verfolgt. Der andere Punkt, versucht einen Mentor zu finden, der euch unterstützt und von dem ihr lernen könnt. Allerdings, unabhängig davon, scheut euch nicht, selbst nach Dingen zu fragen die Euch weiterbringen. Ihr seid euer eigener Glücks Schmied!  

Was bedeutet Erfolg für Sie?
Erfolg ist mir wichtig. Erfolg ist für mich wenn ich meine Ziele erreicht habe. Das müssen aber nicht immer große Ziele sein, hier zählen auch die Kleinen.    

Archiv:

Name:
Sonja Stuchtey

Abschluss:
Diplomkauffrau an der WHU 1994 (7. Jg)

Familienstand:
Verheiratet mit Martin (9. Jg.)

Kinder:
6 Kinder

Aktuelle Position:
Doktorandin an der Technischen Universität München

Beruflicher Werdegang:
Begonnen habe ich - wie so viele - als Unternehmensberater, in meinem Fall bei Booz.Allen & Hamilton mit Schwerpunkt in der Telekommunikation und industrieübergreifend in Operations. Mit dem ersten Kind habe ich diesen Pfad verlassen und mich mit einer zunächst regionaler positionierten Beratung (Nota-Bene) selbstständig gemacht. Wir befanden uns im Boom des neuen Marktes, so dass ein rasches Wachstum wieder viel Reistätigkeit mit sich brachte. In diese Dynamik fielen die penetranten Wie? Weshalb? Warum?-Fragen unserer Ältesten. 2002 gründete ich mit einer Chemikerin „Science-Lab“, die unabhängige Bildungseinrichtung für frühkindliches Entdecken und Begreifen von Naturwissenschaften. Rasch wuchs daraus ein Social Franchise mit Dependancen im ganzen Bundesgebiet. Kinderkurse, Kindergarten- und Schulprojekte, Lehrerfortbildungen sowie eine gezielte Talentförderung umfassen das Programm mit den inhaltlichen Schwerpunkten in Naturwissenschaft, Technik und Mathematik. Unsere Bücher werden zur Ausbildung von ErzieherInnen und LehrerInnen eingesetzt (verkaufte Auflage über 30.000 Stück – das sollte wirken ;-)). Unsere Fortbildungen halten wir inzwischen in Spanien, Italien, Frankreich,
Chile und Brasilien.
Ab 2010 haben wir das Social Business Science-Lab einer Demokratisierung unterzogen und in einen gemeinnützigen Verein verwandelt, den ich guten Gewissens in engagierte Hände überführen konnte, um mich mit dem Jahresbeginn 2014 der Forschung zu widmen und an der TUM bei Prof. Prenzel (Stichwort PISA) zu ergründen, wie Personalentwicklung bei Lehrkräften praktiziert oder auch versäumt wird. Das soll einen frischen Hebel an die für unsere Gesellschaft und Wirtschaft so essentielle Bildungsfrage ansetzen.

Was ist das Beste, was Sie aus Ihrem WHU-Studium mitgenommen haben (beruflich und privat)?
Privat gab es das Beste kurz vor Schluss der WHU Zeit: Beim oder besser mit dem WHU Theater trat Martin in mein Leben und hat es mächtig aufgemischt. Beruflich – und auch privat - durfte ich schon dort feststellen, dass die spannendsten Visionen und die faszinierendsten Erkenntnisse in den Menschen mit den untypischen Vitae stecken. Besser hinhören und hinsehen habe ich gelernt und - dass immer noch mehr in einem steckt, als man selbst für möglich gehalten hat, wenn die Latte hochgelegt wird. A bisserl was geht immer noch!

Welchen Ratschlag würden Sie einer WHU Absolventin heute mit auf den Weg geben?
Früh loslegen mit dem Beruf! Das schafft Erfahrung, Netzwerke und eine gewisse Gelassenheit, wenn man Familienleben und Beruf vereinen will. Gelassenheit ist überhaupt ein guter Begleiter, denn verbissene Karriereplanung verbaut leicht den Blick für Chancen und Gelegenheiten am Wegesrand. Davon gibt es mehr, als man meint. Und wer von der WHU kommt, hat das (Werk)Zeug, die auch zu nutzen. ;-)

Was bedeutet Erfolg für Sie?
Veränderung zum Besseren zu erreichen, ist für mich Erfolg. Je besser institutionalisiert, so dass die Verbesserung auch bleibt, desto erfolgreicher empfinde ich mein Wirken.

Dr. Tanja Prinzessin zu Waldeck, D 2001

Name:
Dr. Tanja Prinzessin zu Waldeck

Abschluss:
Diplom-Kauffrau 2001 an der WHU; Promotion

Familienstand:
verheiratet

Kinder:
Vier (Charlotte, Philippa, Freya, Josias)

Aktuelle Position:
Geschäftsführerin Burda Forward

Beruflicher Werdegang:
Nach meinem WHU Studium habe ich mehrere Jahre bei McKinsey gearbeitet. Als ich mit dem ersten Kind schwanger war, gründete ich mit zwei anderen WHU Alumni Jens Echterling  und Steffi Staar mit NetMoms eine Elternwebseite. Die Idee war ein Facebook für Mütter aufzubauen. Über die Zeit ergänzten wir dann einen großen Elternratgeber und Unterhaltungsbereich, sowie Apps und andere Serviceangebote. Inzwischen sind wir eine der größten Eltern- und Frauenseiten in Deutschland. 2012 verkauften wird die Firma an Burda und ich ging in die Geschäftsführung ihrer digitalen Publisherangebote (FOCUS Online, Huffington Post, NetMoms, Finanzen100, AMICA). Ab dem 1. März gehe ich in die Geschäftsführung des Digitalvermarkters der Burda Forward Gruppe. Wir erreichen mit unseren Angeboten über 34 Millionen Menschen im Monat.

Was ist das Beste, was Sie aus Ihrem WHU-Studium mitgenommen haben (beruflich und privat)?
Das Beste sind viele Freundschaften, die bleiben! Man sieht vielleicht nicht jeden so häufig wie man gerne möchte, aber die Verbindung bleibt bestehen.

Welchen Ratschlag würden Sie einer WHU Absolventin heute mit auf den Weg geben?
Heute würde ich meine Zeit an der WHU ganz anders nochmal genießen. Dinge die einem zu dem Zeitpunkt als sehr wichtig vorkamen, sind es jetzt nach bald 15 Jahren betrachtet überhaupt nicht mehr. Daher einfach mal locker lassen und die tolle Atmosphäre, Freunde und Chancen etwas spannendes zu lernen oder zu tun einfach mitnehmen.

Was bedeutet Erfolg für Sie?
Erfolg bedeutet für mich in einem Umfeld, in dem ich mich wohlfühle, wirken zu können und gemeinsam zu Höchstleistungen zu kommen. Ich gewinne einfach gern - viele Freunde und Bekannte können leidvolle Geschichten erzählen, wie schlecht ich beim Spielen oder beim Sport verlieren kann:) Und dabei trotzdem Spaß zu haben. Ich kann berufliche Erfolge aber nur genießen, wenn mit meiner Familie alles in Ordnung ist. Für mich ist das meine Basis allen Handelns - mein Ying und Yang.

Birgit Bohle, D 1998

Name:
Birgit Maria Bohle, geb. Rauwald

Abschluss:
Diplom-Kauffrau 11. Jahrgang; MBA an der University of Texas, Austin

Familienstand:
verheiratet

Kinder:
2

Aktuelle Position:
Vorsitzende des Vorstandes der DB Fernverkehr AG

Beruflicher Werdegang:
Nach meinem Studium bin ich 1999 bei der Bertelsmann AG als Consultant für die Zentrale Unternehmensentwicklung eingestiegen. Ab 2000 war ich Beraterin bei McKinsey & Company, zuletzt als Associate Principal im Sektor Reise & Logistik. 2007 wechselte ich in den Vertrieb der Deutschen Bahn, zunächst in die Geschäftsentwicklung. 2010 rückte ich in die Geschäftsführung auf und habe dort im Oktober 2011 den Vorsitz übernommen. Seit 1. September 2015 bin ich Vorstandsvorsitzende der DB Fernverkehr AG.

Was ist das Beste, was Sie aus Ihrem WHU-Studium mitgenommen haben (beruflich und privat)?
Meinen Mann, wir waren im selben Jahrgang! Dann das Kennenlernen verschiedener Länder und Kulturen. Außerdem war das Studium an der WHU eine sehr solide betriebswirtschaftliche Ausbildung, die das Fundament für meine berufliche Laufbahn gesetzt hat. Und nicht zuletzt habe ich an der WHU gelernt, dass neben harter Arbeit der Spaßfaktor nie zu kurz kommen darf.

Welchen Ratschlag würden Sie einer WHU Absolventin heute mit auf den Weg geben?
Wenn es die Umstände erlauben: suchen Sie sich gezielt einen Chef oder die Chefin aus, von dem sie lernen können und der gleichzeitig viel Freiräume gibt. Der Rest wird sich schon finden! Gerade den jungen Frauen würde ich mit auf den Weg geben, den direkten Einstieg in den Beruf zu wagen. Dann haben sie auch genügend Zeit, sich in der Arbeitswelt zu behaupten, bis vielleicht einmal Kinder kommen.

Was bedeutet Erfolg für Sie?
Meine Antriebsfeder war immer, etwas zu verändern und zu verbessern. Wenn mir das gemeinsam im Team gelingt, sehe ich das als Erfolg, das motiviert mich.

Top Alumna

Uta Hoffmann, Kellogg-WHU EMBA 2013