Geschichte

Die WHU wurde 1984 auf Initiative der IHK Koblenz gegründet. Nach mehr als 30 Jahren gehört die Hochschule heute nicht nur zu den besten und renommiertesten Ausbildungsstätten für Betriebswirte in Deutschland, sondern genießt auch international hohes Ansehen. Diese Erfolgsgeschichte lässt die bescheidenen Anfänge in einer Grundschule in Koblenz und die Widerstände vergessen, gegen die die Initiatoren ihre Idee einer privaten Hochschule umsetzten.

Geschichte

Der Gedanke, eine private Hochschule zu gründen, um Defizite bei der Ausbildung des betriebswirtschaftlichen Nachwuchses auszugleichen, führte den Präsidenten der IHK Koblenz, Hanno Ludwig, den Hauptgeschäftsführer der Kammer, Karl Darscheid, und Udo Glittenberg, Mitglied der Hochschulführung der European Business School, zusammen. Ohne ihr Engagement und den sprichwörtlich langen Atem bei der Umsetzung des Projektes einer privaten, wissenschaftlichen Hochschule in Koblenz, gäbe es die WHU heute nicht.

Entwicklung des Grundkonzeptes

Erste Überlegungen und Gespräche zur Gründung einer privaten Universität wurden im Frühjahr 1983 geführt und mündeten in einem „Grundkonzept einer unabhängigen, international ausgerichteten Elite-Hochschule zur Vorbereitung von Führungskräftenachwuchs für die Wirtschaft“. Dieses Grundkonzept reichte Karl Darscheid in seiner Eigenschaft als Hauptgeschäftsführer der IHK Koblenz im Mai 1983 beim Kultusministerium des Landes Rheinland-Pfalz ein, um gleichsam den Wunsch der rheinland-pfälzischen Wirtschaft nach einer solchen Ausbildungsmöglichkeit zu demonstrieren.

Die Industrie- und Handelskammer war der geeignete, glaubwürdige Verhandlungspartner für das Kultusministerium, das über die staatliche Anerkennung der Hochschule zu entscheiden hatte. Voraussetzung hierfür war zunächst einmal die Schaffung eines Hochschulträgers, dem alleine das Recht vorbehalten war, den Antrag auf staatliche Anerkennung zu stellen. Mit der Genehmigung einer „Stiftung wissenschaftliche Hochschule für Unternehmensführung“ durch den Regierungspräsidenten wurde diese erste Klippe im März 1984 genommen. Auch die Schaffung einer tragfähigen finanziellen Basis, die den Bestand der Hochschule in den Anfangsjahren sicherte, wäre ohne die guten Kontakte in die Wirtschaft nicht möglich gewesen.

Nach der Erteilung der staatlichen Anerkennung konnte der Studienbetrieb zum 1. Oktober 1984 aufgenommen werden. In den ersten Jahren war die Hochschule in den Räumen einer Grundschule in Koblenz-Karthause beheimatet. Die Räumlichkeiten konnten einer wachsenden WHU auf Dauer nicht genügen. Bei der Suche nach einem erweiterungsfähigen und angemessenen Domizil für die WHU wurde man im benachbarten Vallendar fündig. Der Umzug in die „Marienburg“ im Zentrum von Vallendar begann im August 1988. Pünktlich zum Beginn des Wintersemesters konnten am 1. Oktober die neuen Räumlichkeiten feierlich eingeweiht werden. Die Zeit des Provisoriums hatte damit ein Ende.

 

Professor Dr. h.c. mult. Otto Beisheim – Namensgeber der WHU

Am 18. Februar 2013 ist der Namensgeber der WHU, Professor eh. Dr. h. c. mult. Otto Beisheim, plötzlich und unerwartet gestorben. Sein Tod erfüllte die WHU mit tiefer Trauer und Anteilnahme. Stiftung WHU und die Hochschule haben einen großen Freund und Förderer verloren.

Professor Beisheim unterstützte wie kein anderer Stifter die WHU. Ohne sein Engagement hätte die WHU nicht die herausragende Position einnehmen können, die sie im Urteil von Wissenschaft, Wirtschaft, Öffentlichkeit sowie derzeitigen und ehemaligen Studierenden als private Hochschule einnimmt. Professor Beisheim hat weitsichtig die Notwendigkeit privater Initiative in Lehre und Forschung erkannt. Im Jahr 1993 hat er die WHU nach der finanziell schwierigen Gründungsphase durch eine bedeutende Erhöhung des Stiftungskapitals auf eine solide Basis gestellt. Die WHU trägt seitdem seinen Namen und nennt sich heute Otto Beisheim School of Management. Die Zustiftung in Höhe von 50 Millionen DM macht noch heute einen bedeutenden Teil des Stiftungskapitals der Stiftung WHU aus.

Zusätzlich ermöglichte Professor Beisheim die Schaffung und Finanzierung von zwei Lehrstühlen an der WHU: der Lehrstuhl für Marketing und Handel seit 1989 sowie der im Jahr 2000 eingerichtete Lehrstuhl für Unternehmertum und Existenzgründung. Die Lehrstühle weisen mit dem Namenszusatz "Otto-Beisheim-Stiftungslehrstuhl" bzw. "Stiftungslehrstuhl der Prof.-Otto-Beisheim-Stiftung" darauf hin. Bei einem weiteren Lehrstuhl, dem für Technologie- und Innovationsmanagement, erfolgt eine Teilfinanzierung durch die Prof.-Otto-Beisheim-Stiftung.

Die Förderung durch Professor Beisheim erfolgte immer im wahren Wortsinne uneigennützig, als Mäzen. Nie hat er seine Förderung mit der Erwartung oder gar der Forderung verbunden, Forschung und Lehre auf bestimmte Fragen zu lenken. Immer war er an herausragender Qualität der Leistungen in Lehre und Forschung interessiert und machte die Erreichung dieser Qualität zum Maßstab seines Engagements. In gleichem Sinne hat Professor Beisheim neben seinem Engagement für die WHU in bedeutendem Umfang beispielsweise auch zur Förderung weiterer Hochschulen, Schulen, der Kunst, der Musikausbildung, des Sports, der Krankenversorgung usw. beigetragen.

Für sein herausragendes Engagement hat die WHU den Förderer und Namensgeber der Hochschule, Professor Dr. h.c. mult. Otto Beisheim, im Jahre 2003 aus Anlass seines 80. Geburtstags, zum Ehrensenator ernannt. Diese Ehrung ist die höchste Auszeichnung, die von der WHU vergeben werden kann. Im Jahre 2005 wurde ihm der Ehrenring der Stiftung WHU verliehen und im Jahre 2008 die Ehrendoktorwürde der Hochschule.

Die Stiftung WHU und die Hochschule werden sein Andenken in Ehren halten.

“Seien Sie versichert, dass sich der Namensgeber Ihrer, unserer, Universität weiterhin für den Zweck dieser Institution einsetzen wird, mit Stolz auf das Erreichte und dem Bestreben, sich den Herausforderungen von morgen zu stellen. Ich werde immer der energischste Verfechter unserer Idee der privaten Initiative im Bereich der höheren Bildung und der Förderung der Elite sein. Ich bleibe einer von euch."

Prof. Dr. h.c. mult. Otto Beisheim