Kurzbiografie
Dr. Roman Briker ist seit Februar 2026 Juniorprofessor für Organizational Behavior an der WHU – Otto Beisheim School of Management. Der Deutsch-Moldawe hat Psychologie, Wirtschaftswissenschaften und Soziologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (M. Sc. Psychologie) studiert mit Auslandspraxissemester an der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Lyon (Frankreich). Er promovierte in Organization & HRM bei Prof. Dr. Frank Walter an der Justus-Liebig-Universität in Gießen zum Thema Zeitwahrnehmung und Zeitdruck von Führungskräften (mit summa caude laude und Auszeichnung für die beste Dissertation).
Nach einer Stelle als Postdoktorand an der Justus-Liebig-Universität Gießen arbeitete er von 2021 bis 2026 als Assistant Professor für Organizational Behavior & HRM an der Maastricht University (School of Business and Economics) in den Niederlanden. Er arbeitete an der Texas Christian University (mit Prof. Dr. Michael Cole) und der Universität zu Köln (mit Prof. Dr. Anne Burmeister) als Gastforscher und hat bereits in den Niederlanden, Australien, Frankreich und den USA gearbeitet. Er lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Köln.
Forschung
Romans Forschung wurde in führenden internationalen Fachzeitschriften veröffentlicht, darunter Nature, Science Advances, Personnel Psychology und Organizational Research Methods. Neben dem inhaltlichen Fokus arbeitet er an der Weiterentwicklung von Forschungsmethoden und ist im Bereich Open Science stark aktiv. Er setzt in seiner Forschung dabei aktiv sowohl Laborexperimente, Feldstudien, und neuartige KI Methoden ein.
Roman hat zahlreiche Preise für seine Forschung erhalten, unter anderem den Innovationspreis der Deutschen Gesellschaft für Psychologie, den Hustinx Award for Science (dotiert mit 15.000 €), den Best Junior Researcher Award (Maastricht University) und den 1. Platz für das Best Paper der Organizational Behavior Division der Academy of Management.
Er war Marie Skłodowska-Curie Fellow der Europäischen Union und seine Forschung wurde von Drittmitteln der EU, der DFG sowie dem Center for Open Science gefördert.
Er ist Mitglied im Editorial Board von The Leadership Quarterly und regelmäßiger Gutachter für Journals wie Nature Human Behavior, Journal of Applied Psychology und Personnel Psychology.
Über seine Forschung wird regelmäßig von regionalen und internationalen Medien wie der FAZ, dem Stern, dem Handelsblatt und der Deutschen Welle berichtet.
Neben seiner Forschung verfügt er über ein umfangreiches internationales Lehrportfolio und unterrichtet Veranstaltungen wie Managing AI, Leadership, Experimental Psychology, Management Methods oder Organizational Change auf Bachelor, Master, Phd sowie (Executive) MBA Ebene.
Er arbeitet eng mit großen, internationalen Konzernen über kleine und mittelständische Unternehmen hin zu Start-Ups sowie mit Profisportlern und Teams (Fußball-Bundesliga, Olympische MedaillengewinnerInnen) in Forschung und Beratung zusammen. Seit mehr als 10 Jahren bietet er hierbei Keynotes, Beratung und Coaching an.
Forschungsschwerpunkte
KI Tools wie ChatGPT, Gemini und Claude sind inzwischen allgegenwärtig. Zwischen KI-Hype und KI-Angst bleibt jedoch oft wenig Platz für praxisorientierte und gleichzeitig robuste Evidenz. Doch wie beeinflussen KI, Roboter, und andere intelligente Maschinen tatsächlich Interaktionen am Arbeitsplatz? Wie verändert sich unser Vertrauen gegenüber Kollegen, Mitarbeitern oder Führungskräften, die KI für ihre Arbeit nutzen? Macht dauerhafte Nutzung von KI uns netter oder aggressiver gegenüber unseren Kollegen?
Effektive Führung in Politik, Sport und Wirtschaft interessiert Menschen seit Jahrhunderten – trotzdem ist Leadership weiterhin oft schlecht verstanden. Wie funktioniert langfristig erfolgreiche Führung? Wie können Führungskräfte charismatisch auftreten und bei Mitarbeitern Wohlbefinden und Leistungsbereitschaft gleichermaßen fördern? Führung ist aber nicht nur in formellen Kontexten präsent. Macht- oder Statusunterschiede in Gruppen haben viel Einfluss auf Gruppenprozesse. Wie verändern Menschen daher hohes Ansehen oder Macht innerhalb eines Teams oder einer Gruppe?
Nachhaltigkeit spielt eine zunehmend größere Rolle für Menschen auf der ganzen Welt. Zum einen untersuche ich, welche (sozialen) Entscheidungsprozesse Umweltbewusstsein beeinflussen. Wie können Menschen dazu bewegt werden, sich umweltbewusster zu verhalten? Zum anderen wird das Thema Nachhaltigkeit auch als Begriff für langfristigen Erfolg und Gesundheit am Arbeitsplatz immer präsenter. Wie können Stress reduziert und Gesundheit von Mitarbeitern dauerhaft gewährleistet werden?