Honorarprofessor
Prof. Dr. Dr. hc. mult. Horst Albach

Hon.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Horst Albach ist seit 1990 Honorarprofessor an der WHU – Otto Beisheim School of Management, an deren Gründung er maßgeblich beteiligt war.

Geboren 1931 in Essen an der Ruhr, studierte Albach zunächst Betriebswirtschaft, Volkswirtschaft und Jura an der Universität zu Köln. Im Jahre 1956 wurde er Assistent von Professor Erich Gutenberg, der mit seinen drei betriebswirtschaftlichen Kollegen 8000 Studierende zu betreuen hatte. Für die Assistenten bedeutete das die Korrektur von jährlich 30.000 Seiten Übungsarbeiten, Seminararbeiten, Diplomarbeiten und Doktorarbeiten. Nach seiner Habilitation 1960 im Fach Betriebswirtschaftslehre und Stationen als Privatdozent in Graz und Kiel lehrte er fast dreißig Jahre an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms- Universität Bonn, danach an der Freien Universität Berlin und baute nach der "Wende" die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Humboldt Universität zu Berlin mit auf. Von 1987 bis 1990 war er von Bonn zur Wahrnehmung des Stiftungslehrstuhls "Internationales Management" an der Wissenschaftlichen Hochschule für Unternehmensführung (WHU) beurlaubt. Gastprofessuren führten ihn nach Kabul (Afghanistan), Uppsala (Schweden), Johannesburg (Südafrika), Northwestern University (Illinois, USA), Alcala de Henares (Spanien), Waseda University (Tokyo, Japan), Kauppakorkeakulu (Helsinki, Finnland) und an das Deutsch-Russische MBA-Programm in Moskau (Russländische Föderation).

Für seine akademischen Leistungen verliehen neun Universitäten Hon.-Prof. Albach die Ehrendoktorwürde. Neben seiner Tätigkeit im Wissenschaftsrat, im Sachverständigenrat zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ("Fünf Weise") und in der Regierungskommission zur Privatisierung der deutschen Eisenbahnen beriet Albach im Wissenschaftlichen Beirat des Bundesministeriums für Wirtschaft fast vierzig Jahre lang die Bundesregierungen in ökonomischen Fragen. Albach war auch in wichtigen Gremien namhafter deutscher Unternehmen aktiv. So war er fünf Jahre lang Vorsitzender des Beirats der Deutschen Bahn AG und wirkte unter anderem in den Aufsichtsräten von Dresdner Bank, AEG AG, Kugelfischer Georg Schäfer KGaA, der Treuarbeit AG (heute PWC) als Aufsichtsratsvorsitzender der RölfsPartner Wirtschaftsrüfungs-AG und der Mercedes Automobil Holding GmbH. Er gehört dem Aufsichtsratsgremium dem börsennotierten ProLogis European Properties Fund an.

Auch als Gründer verschiedener wissenschaftlicher Organisationen machte sich Hon.-Prof. Horst Albach einen Namen. So entstanden unter seiner Ägide das Universitätsseminar der Wirtschaft in Erftstadt-Liblar (heute European School of Management and Technology) und das Institut für Mittelstandsforschung in Bonn erhielt eine Neuausrichtung. Auf internationaler Ebene war Albach Mitbegründer der „International Federation of Scholary Associations of Management“ und der deutsch-russischen Managementhochschule in Moskau.

Hon.-Prof. Albachs herausragendes Engagement für die Bundesrepublik Deutschland wurde im Jahr 2001 mit dem "Großen Verdienstkreuz mit Stern" gewürdigt. Er ist Träger des Verdienstordens des Landes Rheinland-Pfalz und des Verdienstordens des Landes Nordrhein-Westfalen. Auch verschiedene ausländische Nationen ehrten ihn mit Auszeichnungen. Für seine Verdienste um die Wissenschaft wurde Albach als bisher einziger Betriebswirt im Jahr 2000 in den Orden "Pour le mérite" aufgenommen, dessen Kanzler er zur Zeit ist.