Promotionsprogramm Community

8 Fragen an Doktorandin Stephanie Querbach

Wir haben Stephanie getroffen, um mit ihr über ihre Erfahrungen als Doktorandin der WHU zu sprechen, über ihr Interesse an Familienunternehmen und über ihre Entscheidung für ein Promotionsstudium an der WHU.

Stephanie Querbach ist Doktorandin am Institut für Familienunternehmen der WHU. Sie ist ein aktives Mitglied der WHU Community, war 2017 und 2018 Vertreterin der Doktorandenschaft und 2018 Mitglied des Senats. 2016 bis 2018 war sie zudem Mitglied der Kommission zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis, 2017 und 2018 im Team des Doktorandenkolloquiums sowie im Event-Team der Doktorandenschaft.

Stephanie, warum hast Du Dich dafür entschieden, ein Promotionsstudium zu beginnen?

Das Thema Familienunternehmen fasziniert mich schon lange. Im Rahmen meiner Bachelor- und meiner Master-Arbeit habe ich mich wissenschaftlich mit Familienunternehmen beschäftigt, und ich habe auch in einem Familienunternehmen gearbeitet und konnte dabei Einblicke in den Bereich gewinnen. Das bestärkte mich in meinem Wunsch, mich noch eingehender mit der Materie zu befassen. Eine Dissertation ist geradezu perfekt dafür, denn sie gibt mir die Möglichkeit, selbstständig bestimmte Teilbereiche des Fachgebiets zu untersuchen.

Was hat Dich am Promotionsprogramm der WHU so besonders angesprochen?

Für mich stand von vornherein fest, dass ich meinen Doktor an der WHU machen wollte. Das hatte drei Gründe:

Erstens, die WHU hat als private Wirtschaftshochschule einen ausgezeichneten Ruf, der sich auch in den Rankings und in ihrem ausgedehnten Netzwerk widerspiegelt. Sie ist bekannt für die hohe Qualität ihrer Ausbildung, deren Grundlage die zukunftsorientierte Forschungsarbeit der hochkarätigen und internationalen Professorenschaft ist.

Zweitens, mein besonderes Interesse gilt Familienunternehmen, und einer der internationalen Forschungsschwerpunkte der WHU sind Familienunternehmen. Professor Dr. Nadine Kammerlander ist eine führende Wissenschaftlerin in diesem Bereich und leitet das Institut für Familienunternehmen an der WHU. Die Unterstützung, die ich als Doktorandin dieses Instituts erfahre, ist hervorragend, und ich habe Zugang zu einem erstklassigen Forschungsnetzwerk.

Drittens, iIm Mittelpunkt des Doktorandenprogramms der WHU steht der einzelne Doktorand. Als Doktorand hat man die Freiheit, aus einem anspruchsvollen Kursangebot zu wählen, ohne einem starren Lehrplan folgen zu müssen. Man kann sich auf Zusatzkompetenzen fokussieren, auf die Theorie, auf die Methodik, die man für Forschungsprojekte braucht, auf seine Spezialgebiete und auf seine Ziele in der Zukunft. Das ist sehr hilfreich, wenn man wissenschaftliche Publikationen für internationale Journals schreibt.

Wie sieht ein ganz normaler Tag an der WHU für Dich aus?

Mein Alltag ändert sich mit dem akademischen Jahr. Die große Vielfalt meiner Forschungsprojekte und Aufgaben am Institut gefällt mir sehr. Ich bereite nicht nur Vorlesungen vor, organisiere Gastvorträge, begleite Studenten in ihrer Projektarbeit, bewerte Arbeiten, halte Präsentationen und mache Prüfungsaufsicht, sondern ich habe auch intensive Forschungsphasen, in denen ich lange Diskussionen mit meinen Betreuern und Kollegen führe. 

Im Rahmen meiner Arbeit am Institut für Familienunternehmen habe ich auch Aufgaben im Zusammenhang mit der Organisation von Veranstaltungen, wie beispielsweise dem jährlichen Campus for Family Business, verschiedenen Workshops, Exkursionen mit Studenten und Alumni zu Familienbetrieben sowie von Treffen der Entrepreneurship & Innovation Group und Forschungsseminaren.

Was hat Dir bisher am besten gefallen?

Was mir wirklich gefällt, ist die familiäre Atmosphäre an der WHU. Sie hilft einem, herausragende Ergebnisse zu erzielen, und die Arbeit hier macht dadurch wirklich Spaß. Die Kultur des gegenseitigen Vertrauens erlebt man in der großartigen Unterstützung der Professoren, der Verwaltungsmitarbeiter und der Studenten und in der Zusammenarbeit mit ihnen.
 
Die WHU ist eine ambitionierte, engagierte und immer lebendige Community, und ich schätze das dynamische und leistungsorientierte Umfeld. Am Campus hat man oft Gelegenheit, interessante Gastvorlesungen, Unternehmenspräsentationen, Workshops und Vorträge zu besuchen. Ich hatte außerdem die Möglichkeit, an einigen internationalen Konferenzen teilzunehmen, dort meine Forschungsarbeit vorzustellen und mit bekannten Wissenschaftlern zusammenzukommen. 

Was hast Du bisher gelernt?

Ich denke, eines der wichtigsten Dinge, die ich an der Hochschule gelernt habe, ist, mit Unsicherheit und Kritik richtig umzugehen. In der Forschung weiß man nie, ob und wann ein Artikel veröffentlicht wird. Und für eine größere Leserschaft zu publizieren, bedeutet, dass man sich einem langwierigen Peer-Review-Prozess unterziehen muss. Für mich habe ich daraus gelernt, mein Endziel nicht aus den Augen zu verlieren und meinen Weg mit viel Engagement weiter zu gehen.

Das Doktoratsstudium ist auch eine ganz besondere Gelegenheit, sich Expertenwissen anzueignen. Dabei ist der Diskurs mit Wissenschaftlern aus anderen Bereichen extrem hilfreich. Ich habe festgestellt, dass es für eine Frage oder eine Methode niemals nur eine einzige Lösung gibt. 

Sich auf ein Forschungsprojekt zu fokussieren, bedeutet, dass man sich seinen eigenen Zeitplan machen muss – wodurch man natürlich viel in Sachen Zeitmanagement dazulernt. Um das Projekt voranzutreiben, ist es ganz wichtig, effizient zu arbeiten, Zwischenergebnisse abzuliefern und Feedback einzufordern.

Wie würdest Du Dein Verhältnis zu Deinem Betreuer beschreiben?

Während meines gesamten Doktoratsstudiums war die Unterstützung meiner Doktormutter unschätzbar. Wir nehmen uns die Zeit, im Rahmen von angeregten Diskussionen, Workshops, zweimonatlichen Seminaren oder am Telefon über meine Forschungsarbeit zu sprechen. Dabei gibt es immer Gelegenheiten für Feedback. Die Erfahrung meiner Doktormutter im wissenschaftlichen Bereich, ihre fundierte Kenntnis der Materie und ihr großartiges Netzwerk helfen mir dabei, einen Beitrag für die Theorie und für die Praxis zu leisten.

Wie würdest Du Dein Verhältnis zu anderen Doktoranden beschreiben?

Die Doktorandenschaft an der WHU wird durch eine ganze Reihe außercurricularer Aktivitäten, die wir über das Jahr organisieren, zusammengeschweißt. So machen zum Beispiel das wöchentliche Fußballtraining, das Ladies’ Lunch, Radausflüge in der Region oder unsere Running Dinners nicht nur richtig viel Spaß, sie erleichtern auch das Ankommen an der WHU, den Aufbau eines eigenen Netzwerkes und das Finden neuer Freunde. Einmal im Jahr organisieren wir auch ein Doktorandenkolloquium, bei dem wir andere Forschungsbereiche und Methoden kennenlernen können. 

Durch das große Angebot an Aktivitäten hat jeder von uns die Möglichkeit, sich in die Gemeinschaft der Doktoranden einzubringen und dort zu engagieren. Ich persönlich nehme sehr gerne sowohl am Sozialleben als auch am politischen Leben der Hochschule teil und entscheide damit die Zukunft der WHU mit.

Was, denkst Du, wirst Du in Deinem Promotionsstudium noch Neues lernen?

Auch wenn ich bereits einen großen Teil meines Studiums hinter mir habe, gibt es immer noch etwas zu lernen. Ich hoffe, dass ich auch weiterhin immer wieder Aha-Erlebnisse haben werde, wie ich sie schon mehrmals in der Vergangenheit hatte. Selbst wenn ich davon ausgegangen war, dass ich mich schon sehr intensiv mit einem Thema befasst hatte, kam es immer wieder vor, dass ich mir durch die Diskussion mit anderen neue Ansätze und Forschungsrichtungen erschloss. Meine Art zu Denken und zu Verstehen hat sich dadurch völlig verändert.