Bachelor-Programm

Erfolgreiches Konzept des Generationenvertrags hilft Studierenden in den USA

WHU-Start-up Blair unterstützt amerikanische Studierende.

„Wir bei Blair bieten Studierenden an amerikanischen Colleges die Möglichkeit, sich ihr Studium oder den Lebensunterhalt zu finanzieren. Im Gegenzug zahlen sie uns nach dem Abschluss einen bestimmten Prozentsatz ihres Einkommens zurück“, erläutert Mike Mahlkow, Mitgründer und WHU-Alumnus. „Wir bieten nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern helfen Studierenden auch dabei, nach dem Abschluss den ersten Job zu finden, ihre Einstellungschancen zu verbessern und letztendlich eingestellt zu werden. Im Grunde  bieten wir also nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern auch eine digitale Berufsberatung an.“

Mike, der 2017 seinen Bachelor an der WHU absolvierte, lernte den ersten Mitbegründer von Blair während eines Austauschsemesters an der University of Southern California in Los Angeles kennen. „Wir haben uns sofort angefreundet und gemeinsam verschiedene Firmen aufgebaut, bevor wir dann Anfang des Jahres Blair starteten“, so Mike. „Blair wurde von Brain Capital inspiriert, - einem sehr erfolgreichen Finanzierungskonzept der WHU, und viele Studierende der WHU haben sich schon einmal überlegt, in anderen Ländern etwas Vergleichbares anzubieten. Dadurch sowie durch andere umgekehrte Generationenverträge in Deutschland kamen wir auf unsere Geschäftsidee. Uns war aufgefallen, dass viele unserer Freunde in den USA über die Studiendarlehen klagten, während das in Deutschland trotz gleichen Geldbedarfs nicht der Fall war. Der einzige Unterschied bestand in diesen umgekehrten Generationenverträgen, die in den USA nicht üblich sind — genau das wollten wir ändern. Mit besser bezahlten Jobs erzielen Studierende höhere Einkünfte, sodass auch unsere Einnahmen steigen. Unser Geschäftsplan ist ganzheitlich angelegt, damit alle Beteiligten davon profitieren.“

„Die WHU zeichnet sich nicht nur durch studentische Initiativen und die gegenseitige Unterstützung aus; mein Studium dort half mir, nach Größerem zu streben.“

„Vieles von dem, was ich jetzt tue, ist nur aufgrund dessen möglich, was ich an der WHU gelernt habe. Neben den akademischen Inhalten ist für mich die Gemeinschaft an der WHU der größte Vorteil. Man studiert mit so vielen ehrgeizigen Menschen, dass man selbst produktiver wird. Alle motivieren einander zu Bestleistungen. Vor meiner Zeit an der WHU hätte ich es niemals für möglich gehalten, dass ich mit einer eigenen Firma im Silicon Valley arbeiten könnte. Während meines Studiums war ich Vorsitzender von Saidia Consulting (der studentischen Pro-Bono-Unternehmensberatung an der WHU), die NGOs und soziale Organisationen unterstützt, sowie stellvertretender Vorsitzender von Confluentes e.V. (der studentischen Unternehmensberatung an der WHU, die Unternehmen aller Größenordnungen unterstützt). So habe ich gelernt, unterschiedliche Herausforderungen in der Geschäftswelt einzuordnen und Teams zu führen. Zudem absolvierte ich nach dem zweiten Semester ein Praktikum bei einem Start-up im Silicon Valley. Auch dabei wurde ich von der WHU-Community unterstützt – genauer gesagt von einem Alumnus, der mich zum Surfen mit seinen Freunden einlud, obwohl er mich überhaupt nicht kannte. Überall in der Welt kann man sich immer darauf verlassen, WHU-Alumni zu finden, die nur zu gerne weiterhelfen.“

„Wir wollen den Studierenden, die wir finanzieren, und unseren Mitarbeitern zu einem besseren Leben verhelfen.“

In diesem Jahr hatten Mike und seine Gründungspartner (David Nordhausen und Constantin Schreiber) die einzigartige Gelegenheit zur Teilnahme am Y-Combinator-Programm, einem amerikanischen Seed Accelerator, das auch Unternehmen wie Dropbox, Reddit und Airbnb in ihrer Anfangsphase unterstützt hat. „Ich wollte schon unglaublich lange an Y Combinator teilnehmen. Die Partner dort können bei taktischen und strategischen Fragen außerordentlich gut weiterhelfen, und es entsteht eine starke Bindung zu den Gründernin dem Bereich, zu dem man gehört. Jede Woche lädt YC etablierte Unternehmerein, die von ihren Rückschlägen und Erfolgen berichten — in diesen Wochen haben wir so einige unserer ersten Investoren kennengelernt. Wir haben als Unternehmen große Fortschritte gemacht, was uns ohne das Programm nicht möglich gewesen wäre. Unser Netzwerk ist einfach explodiert. Wir haben jetzt Zugang zu Kontakten, von denen wir nie geträumt hätten. Es ist einfach unfassbar, dass ich in diesem Sommer die Hälfte meiner Start-up-Heldenpersönlich kennengelernt habe.“

Da Blair immer stärker wird, in immer mehr Studierende investiert und neue Teammitgliedereinstellt, ist durchaus davon auszugehen, dass sich Blair in den nächsten Jahren fest als Finanzierungsmöglichkeit für ein College-Studium in den USA etabliert. Was also rät Mike WHU-Studierenden, die ebenfalls Unternehmen gründen möchten? „Zuallererst: Überlegt euch gut, mit wem ihr euch zusammentut. Sucht euch Leute, die ihr wirklich mögt, die eure Fähigkeiten gut ergänzen und mit denen ihr bereits zusammengearbeitet habt. Außerdem hat es mir unglaublich geholfen, dass ich während meines Studiums an so vielen Nebenprojekten wie möglich gearbeitet hatte. Das eröffnet neue Perspektiven und verschafft wichtige Erfahrungen. Traut euch, eigene Chancen zu schaffen — nicht alles wird öffentlich gemacht. Probiert verschiedenste Dinge aus, besonders das, was nicht jeder macht — so tun sich die besten Gelegenheiten auf.“

Mehr unter www.joinblair.com