Forschung

1. WHU Young Scholar Tax Conference

Steuerkonferenz für junge Wissenschaftler fand digital statt

Knapp 80 Teilnehmer fanden sich am Freitag, 23. Oktober 2020 in einem virtuellen „Zoom-Raum“ ein, und sind damit der Einladung zur 1. WHU Young Scholar Tax Conference gefolgt.

„Angesichts der begrenzten Anzahl von Konferenz- und Workshop-Möglichkeiten in den vergangenen Monaten, möchten wir speziell den jungen Wissenschaftlern, wie Doktoranden, Postdocs und Juniorprofessoren, die Möglichkeit bieten, ihre aktuellen Forschungsarbeiten vorzustellen und Feedback zu erhalten“, so Organisator Prof. Dr. Martin Jacob zu seiner Idee.

Eine schwierige Aufgabe für ihn, musste er doch aus über 40 sehr interessanten eingereichten Arbeiten ein 4-stündiges Programm zusammenstellen. Um möglichst viele Arbeiten präsentieren zu können, wurde das Programm zweigeteilt. Im ersten Teil wurden drei Arbeiten von den jeweiligen Autoren vorgestellt und im Anschluss diskutiert. Auch die Konferenzteilnehmer hatten die Möglichkeit, Anregungen und Kommentare abzugeben.

Begonnen hat Aruhn Venkat (McCombs School of Business, University of Texas, Austin) mit der Präsentation seines Papers “Bank taxes and voluntary disclosure: Evidence from state bank tax rate changes”, das er zusammen mit Yoojin Lee (College of Business, California State University, Long Beach) und Shaphan Ng (Paul Merage School of Business, University of California, Irvine & Singapore Management University) verfasst hat. Diskutiert wurde die Arbeit von John Gallemore (University of Chicago)

Weiter ging es mit “Tax Treaties, Tax-Motivated Income Shifting, and the Role of Enforcement”, so der Titel der Arbeit von Malte M. Max (Vrije Universiteit Amsterdam). Als Discussant konnte Martin Jacob Stacie Laplante (University of Wisconsin – Madison) gewinnen.

Auch Mark (Shuai) Ma (University of Pittsburgh) stellte mit seiner Arbeit „Does Dividend Taxation Affect Voluntary Disclosure? International Evidence“ seine aktuellen Forschungsergebnisse vor. Das Paper ist in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Hanlin Zhong (ebenfalls University of Pittsburgh) entstanden. Jeffrey Hoopes (University of North Carolina at Chapel Hill) erörterte das Forschungspapier.

In der letzten Stunde gab es für vier Wissenschaftlern die Möglichkeit, einen jeweils 15-minütigen Einblick in deren aktuelle Forschungsarbeit zu geben. Sie wurden mit zahlreichen Rückmeldungen und Kommentaren aus den Reihen der Teilnehmer über den Chat belohnt. Ausgewählt wurden dazu die Arbeiten von Marcel Olbert (London Business School) und Peter H. Severin (University of Mannheim), Carly Burd (Boston University – Questrom School of Business), Anthony Welsch (The University of Texas at Austin) und dem Autorenteam Cinthia Valle Ruiz (IESEG School of Management), Ariela Caglio und Claudia Imperatore (beide Bocconi University).

Organisator Martin Jacob konnte sehr zufrieden auf die Konferenz zurückblicken: "Gerade jetzt, wo Reisen und physische Treffen nicht möglich sind, sei es unabdingbar, sich wenigstens virtuell auszutauschen". Im nächsten Herbst wird es die 2. Ausgabe der Young Scholar Tax Conference geben.