Academics

Jaron H Wilde (University of Iowa) visiting FAccT Center Research Seminar

Am 6. März 2020 stellte Jaron H. Wilde (University of Iowa) im Rahmen des WHU-Forschungsseminars in Finance & Accounting sein aktuelles Forschungsprojekt vor: "Beyond Borders: Supergovernment Monitoring and Tax Enforcement".

Am 6. März 2020 stellte Jaron H. Wilde (University of Iowa) im Rahmen des WHU-Forschungsseminars in Finance & Accounting sein aktuelles Forschungsprojekt vor: "Beyond Borders: Supergovernment Monitoring and Tax Enforcement" (gemeinsam mit Zackery D. Fox und Ryan J. Wilson - beide University of Oregon).

Im Zuge der wachsenden Globalisierung bieten viele Staaten Steueranreize um Unternehmensinvestitionen anzuziehen. Kürzlich hat die EU als Reaktion auf Behauptungen, dass bestimmte Firmen eine günstige steuerliche Behandlung erhielten ("Beihilfefälle"), mit Untersuchungen der Steuerregelungen mehrerer Mitgliedsländer begonnen. Die Autoren nutzen Untersuchungen den EU-Kommission, um das Ausmaß sowie die wirtschaftlichen Folgen der supranationalen Steuerexekutive zu untersuchen. Konkret untersuchen sie die Prüfung von US-Firmen durch die EU, indem sie die Nutzung von öffentlich zugänglichen Finanzberichtsinformationen aus der EDGAR-Datenbank der SEC durch die EU betrachten. Wilde und seine Koautoren zeigen, dass die Prüfung von US-Firmen durch die EU nicht auf die vier prominenten US-Firmen beschränkt ist, die Gegenstand formeller Untersuchungen zu staatlichen Beihilfen sind. Sie zeigen, dass die Aufmerksamkeit der EU länderspezifisch allokiert wird. Die Autoren dokumentieren auch einen erheblichen Rückgang der US-Investitionen in Länder, die von der EU untersucht werden. Ihre Ergebnisse zeigen bedeutende reale Auswirkungen der supranationalen Steuerexekutive und erklären, warum einzelnen Länder, die die günstige steuerliche Behandlung gewähren, auf der Seite der Unternehmen EU-Urteile anfechten.