Entrepreneurship

Master Absolventen testen die Start-up-Szene

Wie drei Studierende Fähigkeit und Leidenschaft kombinieren, um ihre ganz eigene Nische zu entdecken.

Bild von Florian Beier (marekbeier.de)

Bist du auf der Suche nach Rezepten, die dir bei deinem Ernährungsplan helfen? Hast du eine Lebensmittelallergie, oder willst du dich einfach nur gesünder ernähren? Silas Kneussel und Daniel Sennewald, beides Absolventen des Master in Entrepreneurship sowie Sarah Pohle, Absolventin des Master of Management, haben foodable entworfen - eine einzigartige App, mit der man ganz bequem Essen nach Hause liefern lassen kann, mit dem besonderen Vorteil, dass die Lieferung ganz individuell auf deine Gesundheit und deine persönlichen Ernährungsgewohnheiten abgestimmt ist. Hierüber wollten wir mehr erfahren.

Warum habt ihr euch für den Master an der WHU entschieden?

Daniel: Für mich war das eine ganz einfache Entscheidung. Ich habe mir mehrere Programme in Europa und Deutschland angesehen und fand, dass die WHU die unternehmerischste aller Hochschulen war. Zudem ist sie die einzige, die einen Master mit diesem Fokus anbietet. Ich hatte vorher schon Soziologie und BWL studiert. Im Zuge dessen habe ich entdeckt, dass ich eine praxisnahe Karriere verfolgen wollte, mit der man etwas verändert. Coding hat mich schon immer interessiert, und ich war begeistert, als ich gesehen habe, dass es Teil des Curriculums war.

Sarah: Ich habe mehrere Praktika bei Start-ups in Berlin gemacht und überall, wo ich hinkam, habe ich Leute von der WHU getroffen. Dann kam ich an den Punkt, an dem ich mich entscheiden musste, einen Full-Time-Job zu machen oder den Master draufzusetzen. Ich habe mich über die WHU erkundigt, bezüglich der Kurse, die mich interessierten, bezüglich des Auslandssemesters, das ich gerne machen wollte, und natürlich über die Rankings. Das Studium in Vallendar habe ich geliebt; ich habe Freunde fürs Leben gefunden und die Gemeinschaft sehr genossen.

Was waren für euch die Highlights des Programms?

Daniel: Sprint2Berlin (eine Veranstaltung im Google-Sprint-Format, bei der man zukunftsfähige Start-up-Ideen testen kann), der Zugang zum Netzwerk und der Analytics Edge-Kurs waren meine Highlights. Ich kann nicht genug betonen, dass die Atmosphäre an der WHU war eine der intensivsten, aber lohnendsten Erfahrungen war. Der Fokus auf Start-ups und die permanente Auseinandersetzung damit, war wirklich inspirierend und hat mich dazu gebracht, noch härter mitzuarbeiten.

Sarah: Mir hat der Kurs 'Operations Analysis and Control' von Prof. Dr. Liji Shen sehr gut gefallen. Generell fand ich den unternehmerischen und innovativen Fokus an der WHU klasse. So konnte ich für mich herausfinden, dass ein Start-up besser zu mir passt als ein klassisches Unternehmen.

Woher kam die Idee mit foodable?

Daniel: Während des Bachelor-Studiums habe ich viel Zeit im Fitnessraum verbracht, aber ich stand immer auf Kriegsfuß mit meiner Ernährung und kam nie zu dem Erfolg, den ich mir gewünscht hätte. Ich wollte einen Ernährungsplan für meine Fitnessziele, also habe ich ein Excel-Sheet mit Ernährungsplänen entworfen. Gleichzeitig wollte ich die Zutaten online bestellen, da ich kein Freund vom Einkaufen bin. Silas, der zwei Kinder hat, wollte gerne den Aufwand reduzieren, den man hat, wenn man für die ganze Familie kochen und einkaufen muss.

Sarah: Ich habe eine Nahrungsmittelunverträglichkeit, die zwar lästig, aber gut zu handeln ist. Meine Mutter muss allerdings auf mehrere Unverträglichkeiten achten. Besonders am Anfang war es sehr schwierig für sie, Rezepte zu finden, die sie problemlos verwenden konnte. Das war meine Hauptmotivation für diese App: ihr zu helfen wie auch anderen Leuten mit ähnlichen Problemen, die aber weniger über Ernährung wissen. Ihnen allen wollte ich diesen Prozess erleichtern.

Wie hat das Studium an der WHU geholfen, diese Idee umzusetzen?

Daniel: Ich denke, dass neben der akademischen Vorbereitung auch die positive Atmosphäre an der WHU eine Rolle gespielt hat. Du sprichst mit so vielen Leuten, die den gleichen Weg gegangen sind, du teilst Ideen, du wirst ermutigt. All das hilft wirklich, das unternehmerische Denken zu fördern.

Was bietet foodable, was Konkurrenten eben nicht bieten?

Daniel: Die beste Lösung! Wenn ich schnell einen Ernährungsplan für ein paar Tage erstellen will, geht das. Genau so schnell kann ich daraus die komplette Einkaufsliste aller Lebensmittel erstellen. Zudem ist alles auf deine ganz persönlichen Gesundheits- und Fitnessziele ausgerichtet, egal wie diese aussehen.

Was habt ihr beim Launch der App gelernt?

Sarah: Es war eine sehr steile Lernkurve! Wir arbeiten alle aus der Ferne. Der Launch hat mir gezeigt, wie ich persönlich arbeite und wie man als Team effektiv zusammen arbeitet. So zum Beispiel, wie wichtig es ist, Prioritäten zu setzen und kurze Feedback-Schleifen zu halten. Obwohl ich an der WHU gelernt habe, wie man sich in verschiedenen Situationen sicher und wohl fühlt, musst du jeden Tag neu gewappnet sein – heute haben wir bereits mit einer Krankenversicherung gesprochen, nachher treffen wir uns noch mit Rechtsanwälten. So gibt es jeden Tag neue Situationen zu bewältigen!

Daniel: Wir haben gelernt, dass es ein großer Unterschied ist, etwas theoretisch zu planen und dann in die Praxis umzusetzen. Durch das Master in Entrepreneurship-Programm fühle ich mich allerdings sehr gut vorbereitet: sei es über Gespräche mit anderen jungen Start-ups oder im Hinblick auf einen Plan im Kopf. Ohne das, wäre der Launch mit Sicherheit erdrückend gewesen.

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