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Kellogg-WHU-Alumnus rettet die Ozeane
04.07.2022

Kellogg-WHU-Alumnus rettet die Ozeane

Jürgen Roider im Gespräch über Unternehmergeist, den Kellogg-WHU Executive MBA und den Schutz unseres Planeten

„Strebe nach dem Mond. Selbst wenn Du ihn verfehlst, wirst du bei den Sternen landen“. Dieses Zitat aus seiner Zeit in Chicago während des Kellogg-WHU Executive MBA-Studiums ist Jürgen Roider in Erinnerung geblieben. Es bestärkt ihn darin, seine Ideen zu verfolgen und jeden noch so kleinen Erfolg als einen Schritt in die richtige Richtung zu werten. „Wenn Sie sich unsicher sind, ob Sie sich für den Executive MBA entscheiden sollen, sage ich Ihnen, tun Sie es. Mein Studium liegt nun schon Jahre zurück und ich schaue mir immer noch regelmäßig meine Notizen aus der Studienzeit an, um mein Wissen aufzufrischen. Und warten Sie dabei nicht auf den richtigen Zeitpunkt, sondern tun sie es einfach. Dasselbe rate ich Ihnen, wenn Sie mit dem Gedanken spielen, ein Unternehmen zu gründen. Wenn Sie einen Traum und eine Vision haben, dann verfolgen Sie diese.“

Jürgen absolvierte das Kellogg-WHU Executive MBA-Program im Jahr 2006. Seit seinem Studium hat er mehrere Unternehmen gegründet, wobei er seine unternehmerischen Interessen mit Hilfe des weitreichenden EMBA-Netzwerks weiterentwickeln konnte. „Der Executive MBA hat mir bei der Gründung meines ersten Unternehmens sehr geholfen. Meine ursprüngliche Motivation für die Aufnahme des Studiums war es, meinen Unternehmergeist zu entfalten, neue Geschäftsideen zu entwickeln und mir ein Netzwerk aufzubauen. Bis heute bin ich ein aktives Mitglied dieses Netzwerks.“

Den Unternehmergeist wecken.

Der Kellogg-WHU Executive MBA ist derzeit die Nummer 1 in Deutschland und verfügt mit über 65.000 Alumni an sieben Standorten weltweit über eines der größten globalen Netzwerke. „Besonders gefällt mir der Ansatz der Zusammenarbeit beider Hochschulen“, erklärt Jürgen. „Diese internationale Perspektive war wichtig, aber insbesondere das Netzwerk hat sich als unglaublich hilfreich zur Findung neuer Geschäftsideen erwiesen. Wenn man eine neue Idee hat, recherchiert man oft im Internet und stellt dann fest, dass es sie bereits gibt. Wir haben einen Think-Tank aus Alumni von Kellogg-WHU und den anderen Hochschulen gegründet, der sich alle drei Monate trifft und neue Produktideen ausarbeitet. Daraus ist beispielsweise die Idee für mein zuletzt gegründetes Unternehmen Acceleron entstanden."

Acceleron wurde 2018 mit dem Fokus auf digitale Innovation gegründet. Während einer Welle von Blockchain, Cybersicherheit, KI und Quantentechnologie wollten Jürgen und seine Mitgründer diese Technologie nutzen und hofften auf ein exponentielles Wachstum des Unternehmens innerhalb weniger Jahre. „Wir sahen nicht das Wachstum, das wir uns erhofft hatten, und befürchteten, dass wir weitere 30 Jahre brauchen würden, um dieses Ziel zu erreichen. Wir haben unser Geschäftsmodell auf ein hybrides Modell umgestellt und arbeiten derzeit an einem digitalen Geschäftsmodell mit einer neuen Art von Portal. Mittlerweile beschäftigt Acceleron mehr als 250 Mitarbeiter in Europa, dem Mittleren Osten, Asien und Amerika. Wir wollen unser Wachstum fortsetzen und machen dabei gute Fortschritte. Zuletzt haben wir Menschen aus der Ukraine eingeladen, mit uns zusammenzuarbeiten, und einige sind bereits zu uns ins Unternehmen gekommen.

Wir mussten etwas tun, da einer unserer Partner aus Odessa stammt. Er ist zum dortigen Militär gegangen und vor einigen Wochen haben wir den Kontakt zu ihm verloren. Wir bieten Geflüchteten eine Chance, ein Stück Stabilität zurückzugewinnen und ihr Berufsleben fortzusetzen. Diejenigen, die hier in Deutschland für uns arbeiten, erhalten Zugang zu Kursen und bekommen neue Laptops. Wir hoffen, dass wir damit einen Präzedenzfall für andere europäische Unternehmen schaffen".

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