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Gastrednerin spricht beim 2023 WHU SensAbility Konferenz.
06.04.2023

SensAbility-Konferenz regt zu nachhaltigem Wirtschaften an

Die von WHU-Studierenden geleitete Konferenz überzeugt mit hochkarätigen Gästen und Sprechern

Zum zwölften Mal fand SensAbility – The WHU Impact Summit am 31. März und 01. April 2023 auf dem Campus der WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar statt – dieses Mal unter dem Motto „Choose to Change“ („Wählt den Wandel“). Dabei wurde Studierenden und Berufseinsteigern vor allem gezeigt, dass Erfolg nicht auf Kosten der Umwelt gehen muss und dass es wichtiger denn je ist, dass die Geschäftswelt in Zukunft nachhaltiger und verantwortungsvoller wird.

An zwei Tagen voller Diskussionen, Vorträgen und Workshops begrüßte SensAbility zahlreiche Teilnehmende, die mehr über diese Balance erfahren wollten. Unter ihnen befand sich auch Julius de Gruyter (BSc 2024), einer der Organisatoren der Veranstaltung. In einem Interview mit SWR2, welches er am Rande der Konferenz gab, sprach er über die Macht der jungen Generation, umgehend handeln zu können: „Wir können uns nicht rein auf die Politik verlassen, wir müssen diese Themen auch selber in die Hand nehmen.“

Die Konferenz bot viele Möglichkeiten, mit Branchenexperten in Kontakt zu treten und sich über aktuelle Themen auszutauschen – von der Landwirtschaft, über die Mobilität bis hin zu Anwendungen künstlicher Intelligenz am Arbeitsplatz. So plädierte Vaitea Cowen, Mitbegründerin von Enapter, welches per Elektrolyse grünen Wasserstoff herstellt, für ein Ende der Ära fossiler Treibstoffe. Ihr folgte Dr. Alexandra Becker, CEO der GMH Group, die über die umweltfreundliche Produktion von Stahl mithilfe elektrischer Lichtbogenöfen sprach. In einer gemeinsamen Frage-Antwort-Runde stellten sie fest, dass grüner Wasserstoff eine entscheidende Rolle bei der Dekarbonisierung verschiedener Industrien spielen könne. Einen ebenfalls nachhaltigen Ansatz verfolgt die in Berlin ansässige Suchmaschine Ecosia, mit deren Gewinnen Bäume gepflanzt werden und der Ecosia World Fund gefördert wird. Mitgegründet wurde die Suchmaschine von Tim Schumacher, der bei SensAbility ebenfalls einen Vortrag hielt.

Eines der Highlights der Konferenz waren Philipp Glöckler und Philipp Klöckner, die live und vor Publikum eine Folge ihres beliebten Doppelgänger-Tech-Talk-Podcasts aufnahmen. Diskutiert wurde der enorme Einfluss künstlicher Intelligenz (positiv wie negativ) auf die Gesellschaft und über die Rechtmäßigkeit dieser Technologie im Lichte des jüngsten Verbots von ChatGPT in Italien. „Im Moment ist das noch sehr gut kontrollierbar. Ich bin mir aber sicher, dass es sehr schnell ein Stadium erreichen kann, ab dem es nicht mehr kontrollierbar ist und ich glaube nicht, dass wir erkennen können, wann wir diese Grenze überschreiten“, erklärte Philipp Glöckler bei der Aufzeichnung des Podcasts.

Die Konferenz beschränkte sich aber bei Weitem nicht nur auf die Theorie. Wie das SensAbility Pitch Battle, bei dem Start-ups um einen Gewinn von 7.500 Euro kämpfen konnten, zeigte, gab es vor Ort auch einige praktische Anwendungsgebiete. Die Jury, bestehend aus Peter Schmetz, Selina Neumann, Jens Voss und Philipp Gerber, kürte das Start-up Kerith zum Sieger. Nach Einschätzung der Experten hatte Kerith am besten die Kriterien für Innovation, Marktpotenzial, Kundenakzeptanz und Nachhaltigkeit erfüllt. Das Geschäftsmodell des Start-ups basiert darauf, anderen Firmen dabei zu helfen, CO2-neutral zu werden und deren Energiekosten zu senken.

Die Veranstalter von SensAbility, aus der Entrepreneurship & Innovation Gruppe der WHU von Prof. Dr. Christoph Hienerth unterstützt, haben ein Kernanliegen: die Gesellschaft mit pointierten Diskussionen darüber aufklären, welches die effektivsten Wege zu einer umweltfreundlicheren Zukunft sind, ohne dabei die Gewinnspanne von Unternehmen zu beeinträchtigen. Mehr über die Ziele der Initiative und deren Kooperationspartner können Sie auf der offiziellen Webseite erfahren.

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