Wirtschaftswissenschaften Studium

Unterschiede zur BWL

Im Dschungel der Wirtschaftsstudiengänge fällt ein klarer Überblick über die verschiedenen Ausprägungen oft schwer. Teilweise wirken die Bezeichnungen der Studiengänge wie wild zusammengewürfelt und überschneiden sich in ihren Beschreibungen. Was aber macht das Fach Wirtschaftswissenschaften aus? Worin unterscheidet es sich von den anderen wirtschaftsorientierten Studiengängen? Wie ist das Studium aufgebaut? Welche Jobmöglichkeiten stehen dir nach dem Studium offen und welches Gehalt kannst du erwarten? Die Antworten auf diese spannenden Fragen findest du hier:

Wirtschaftswissenschaften - Short Facts

Dauer: 6 Semester

Form: Vollzeitstudium

Abschluss: Bachelor of Arts (B. A.)/ Bachelor of Science (B. Sc.)

Schwerpunkte: Mix aus BWL und VWL

Besonderheiten: organisatorischer Freiraum, geringe Zulassungsbeschränkungen, Selbstständigkeit

Was studiert man bei Wirtschaftswissenschaften?

Die Wirtschaftswissenschaften vereinen die beiden Fachgebiete BWL und VWL miteinander und bieten so eine ganzheitliche Wirtschaftsausbildung. Zu Beginn des Studiums befasst du dich sehr ausführlich mit theoretischen Modellen zum Verständnis der wirtschaftlichen Zusammenhänge und erlernst mathematisch-statistische Methoden und deren Anwendung für deine eigene wissenschaftliche Arbeit. Im Verlauf des Studiums hast du dann die Chance, individuelle Schwerpunkte zu setzen und dich in eine Richtung oder auf eine Branche zu spezialisieren. Dazu dienen die Vertiefungsmodule.

Generelle Schwerpunkte:

  • BWL, z. B. Marketing, Vertrieb und Rechnungswesen
  • VWL, Mikro- und Makroökonomik, Ökonometrie
  • Statistik
  • Wirtschaftsrecht
  • Wirtschaftspolitik
  • Wettbewerb und Regulierung
  • Controlling

Mögliche Vertiefungsrichtungen:

  • Eventmanagement
  • Sportmanagement
  • Kulturmanagement
  • Industrie und Handel
  • Personalwirtschaft / Human Resources
  • Finanzwirtschaft
  • Energiewirtschaft
  • Wirtschaftsinformatik

Ein Studium der Wirtschaftswissenschaften bietet dir zwar ein hohes Maß an Selbstständigkeit und individuellen Entscheidungsmöglichkeiten, aber diese Freiheiten verlangen auch eine entsprechende Eigeninitiative. Du solltest also über ein gewisses Selbstmanagement verfügen. Im Idealfall arbeitest du gern ausgewogen praxisorientiert und theoretisch.

Wie grenzen sich die Wirtschaftswissenschaften von BWL ab?

Das BWL Studium legt den größten Schwerpunkt auf die Planung, Organisation und rechnerische Darstellung von Handlungsweisen in einem Unternehmen. Das VWL Studium hingegen befasst sich eher mit der ökonomischen Erklärung menschlichen Handelns. Das Studium der Wirtschaftswissenschaften nutzt Inhalte aus beiden Fachrichtungen, wobei es thematisch meist näher an die VWL anknüpft. Im Gegensatz zur BWL und reinen Management-Studiengängen erscheint es daher oft theorielastiger. Der stärkere Fokus auf theoretisches Arbeiten wird in Abgrenzung zu vielen Management-Studiengängen vor allem durch das Fehlen verpflichtender Praxis- bzw. Auslandssemester deutlich. Das ist bei den Wirtschaftswissenschaften im Bachelor nicht vorgesehen, aber auch nicht ausgeschlossen. Eine grundlegende Problemstellung der Wirtschaftswissenschaften könnte die Bewertung der Verfügbarkeit von und des Zugangs zu Ressourcen im Verhältnis zu deren Verwendung in den privaten Haushalten und in der Industrie sein.

Beachte: Da du in den Wirtschaftswissenschaften nicht wie in den typischen Management-Studiengängen von der Studienordnung zu einem Praktikum oder einem Praxissemester verpflichtet wirst, solltest du bereit sein, dich selbst um solche Ergänzungen zu deiner Ausbildung zu kümmern. Du bist selbst für die Schärfung deines Profils und deiner Qualitäten für potenzielle Arbeitgeber zuständig. Dafür genießt du wiederum einen großen organisatorischen Freiraum.

Welche Voraussetzungen muss ich für das Wirtschaftswissenschaften Studium vorweisen?

Die meisten Wirtschaftswissenschaften-Studiengänge sind zwar zulassungsbeschränkt, aber oftmals nur durch einen Numerus clausus (NC) oder die entsprechenden Wartesemester. Im Unterschied zu vielen anderen wirtschaftsorientierten Studiengängen gibt es kaum Universitäten, die ein Motivationsschreiben oder einen Eignungstest für eine Bewerbung verlangen. Somit reicht die Hochschul- oder Fachhochschulreife mit einem entsprechenden Notendurchschnitt aus. Die Spannweite bei den NCs der deutschen Hochschulen ist relativ groß, denn sie reicht von einem Durchschnitt von 2,0 bis zu einem von 3,5. So gesehen sind die Hürden für die Aufnahme eines Wirtschaftswissenschaften-Studiums unter allen wirtschaftlichen Studiengängen mit am geringsten.

Die WHU – Otto Beisheim School of Management bietet beispielsweise einen Bachelor in Internationaler BWL/Management an, der alle Bereiche der Wirtschaftswissenschaften abdeckt. Dort werden eine Hochschulzugangsberechtigung sowie nachweisbare Englischkenntnisse gefordert. Statt deiner Schulnoten sind primär deine persönlichen Kompetenzen und deine Motivation gefragt. Du solltest außerdem bereits sechs Wochen Berufserfahrung mitbringen, die du in Form eines Praktikums oder einer Ausbildung absolviert hast. Bist du begeisterungsfähig, kommunikativ und zielstrebig? Dann könnte das Bachelor-Programm an der WHU das Richtige für dich sein.

Auch internationale Studierende sind an der WHU willkommen, denn auch Abschlüsse wie das IB oder die A-Levels werden hier anerkannt. Das Studium kann bilingual oder vollständig auf Englisch absolviert werden, sodass es allen Studierenden offensteht. Wir glauben daran, dass der internationale Austausch positive Auswirkungen auf persönliche und soziale Kompetenzen unserer Studierenden hat, denn wir stehen für Internationalität und Weltoffenheit.

Was bringt mir das Studium der Wirtschaftswissenschaften?

Die Absolventen der Wirtschaftswissenschaften sind in der Lage, komplexe wirtschaftliche Problemstellungen innerhalb eines Betriebes und deren Zusammenhang zur gesamten Marktwirtschaft zu analysieren und auf dieser Basis Empfehlungen für die Planung, Organisation und Durchführung entsprechender Maßnahmen für das Unternehmen zu geben.

Neben den geläufigen, sehr BWL-ähnlichen Beschäftigungsmöglichkeiten in verschiedenen Bereichen eines Unternehmens stehen dir nach einem Wirtschaftswissenschaften-Studium vor allem auch Jobs in der öffentlichen Verwaltung oder in einem Institut offen. Viele Wirtschaftswissenschaftler gehen nach dem Studium aber auch in die Marktforschung oder arbeiten in einem Institut der Wirtschaftsförderung oder einer Unternehmensberatung.

Kombinations-Bachelor wie der Internationale Bachelor in BWL der WHU bieten dir beispielsweise die Verbindung aus Theorie und Praxis, sodass sich dir nach dem Studium zahlreiche Karrieren in der internationalen Wirtschaft öffnen und du dich nicht im Vorfeld auf eine spezielle Richtung festlegen muss. Zusätzlich zu den wichtigsten mathematischen und statistischen Methoden bietet dir das Curriculum besondere Module aus dem Wirtschaftsrecht sowie branchenspezifische Vertiefungen. So bist du optimal auf die führende Position in einem Unternehmen vorbereitet.

Solltest du dich für eine Kombination aus Wirtschaftswissenschaften und Psychologie interessieren, wäre für dich auch der Studiengang Bachelor Wirtschaftspsychologie sehr geeignet. Ein Bachelor oder Master mit dem Schwerpunkt Wirtschaftspsychologie ermöglicht dir hervorragende Karrierechancen in der heutigen Geschäftswelt.