MBA Voraussetzungen und Motivationsschreiben

Master of Business Administration: der Einstieg

Je nach Hochschule und Land gibt es unterschiedliche Voraussetzungen

Um den MBA studieren zu können, gibt es oftmals unterschiedliche Bedingungen für eine Immatrikulation. Je nach Land und sogar je nach Hochschule innerhalb eines Landes können die Zulassungsvoraussetzungen marginal oder auch etwas stärker voneinander abweichen. Wir beschränken uns an dieser Stelle auf die Voraussetzungen an deutschen Hochschulen und geben Ihnen abschließend zusätzlich einen Leitfaden für das Motivationsschreiben mit auf den Weg.

1. Formale MBA Voraussetzungen für die Immatrikulation

In der Projektarbeit wird sehr ausführlich, genau und phasenweise gearbeitet. Allgemein lassen sich vier Phasen innerhalb eines Projekts voneinander unterscheiden. Zuerst erfolgt die Projektdefinition, in der das Ziel festgelegt und eine Chancen-und-Risiken-Analyse durchgeführt wird. Außerdem werden Rahmenbedingungen wie Zeit, Kosten und Aufwand eingeschätzt. Anschließend geht es in die Projektplanung, in der alle relevanten Inhalte bestimmt, Aufgaben verteilt und Abläufe strukturiert und organisiert werden. Zusätzlich sollten Meilensteine festgelegt werden, anhand derer eine Überprüfung der zuvor festgelegten Ziele im späteIn den vergangenen Jahren wurden die Zulassungsbedingungen im Rahmen des Master of Business Administration zunehmend verschärft, wodurch sich die Absagequote erhöht hat. Grundlegend betrachtet haben die Hochschulen für ihre MBA-Programme stets formale sowie persönliche Anforderungen an die MBA-Interessenten. Wichtige formale Anforderungen für die Aufnahme an einer Hochschule sind zunächst ein bereits abgeschlossenes Hochschulstudium an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule sowie zwischen ein und fünf Jahre Berufserfahrung. Diese MBA-Voraussetzungen ergeben sich daraus, dass das Studium als Weiterbildung für Berufstätige konzipiert ist und die meisten ihren MBA berufsbegleitend absolvieren. Aus diesem Grund ist den meisten Hochschulen eine langjährige Berufserfahrung sogar wichtiger als ein vorangegangenes Studium. Das bedeutet, dass der MBA ohne Bachelorabschluss begonnen werden kann, wenn der Bewerber eine einschlägige Berufs- oder sogar Managementerfahrung vorweisen kann.

2. Sprachkenntnisse und weitere relevante Fähigkeiten

Auch wer seinen MBA in Deutschland macht, muss sich einen Großteil (mindestens 1/3) der Studieninhalte auf Englisch erarbeiten. Deshalb wird der Kenntnis der englischen Sprache ebenfalls eine große Bedeutung beigemessen. Um sein persönliches Fremdsprachenniveau unter Beweis stellen zu können, gibt es die Sprachtests (TOEFL/IELTS), deren Bestehen mit einer bestimmten Punktzahl für eine Zulassung erforderlich ist. (Mehr zu TOEFL und IELTS können Sie hier nachlesen.)

Neben den reinen Sprachtests fordern manche Hochschulen auch den sogenannten GMAT (Graduate Management Admission Test), der objektive Aussagen über den Bewerber zulässt. Hierbei werden analytisch-logische Fähigkeiten getestet. Auch hier qualifiziert nur ein Ergebnis mit einer entsprechenden Punktzahl den Bewerber für eine Zulassung.

3. Weitere Hürden auf dem Weg zur Immatrikulation

Viele Hochschulen führen zusätzlich zu allen vorangegangenen Zulassungsvoraussetzungen eigenständig weitere Aufnahmetests durch. Diese werden im Rahmen eines Assessment-Centers aufgebaut. Der MBA-Interessent muss hierbei beispielsweise Interviews mit der Zulassungskommission führen oder ein gemeinsames Projekt mit anderen Bewerbern erarbeiten und präsentieren. Hierbei erlangt die Zulassungskommission einen umfassenderen Eindruck von den Bewerbern und deren Kommunikationsweisen. Des Weiteren gibt es Hochschulen, die einen sogenannten Letter of Recommendation einfordern. Dieser beinhaltet die fachliche, aber auch persönliche Einschätzung eines ehemaligen Vorgesetzten oder Professors im Hinblick auf die Eignung des Bewerbers für eine führende Position.

4. Gesamtpaket: Auch persönliche Voraussetzungen spielen eine Rolle

Viele Universitäten, darunter auch die WHU, achten besonders auf eine große kulturelle und berufliche Vielfalt. Es wird immer der Gesamteindruck bewertet, weshalb eine gute Selbstpräsentation wichtig ist. Neben den formalen Voraussetzungen bzw. den Grundbedingungen (Hard Skills) gibt es also auch die persönlichen Voraussetzungen (Soft Skills). Es ist somit sinnvoll, während des Aufnahmeverfahrens seine individuellen Fähigkeiten hervorzuheben und seine Stärken und Unterschiede im Vergleich zu anderen Bewerbern aufzuzeigen. Dies lässt sich beispielsweise sehr gut in dem Motivationsschreiben umsetzen, das in der Regel als formale Voraussetzung von den Hochschulen gefordert wird.

5. Das Motivationsschreiben – zeigen Sie der Auswahlkommission, was in Ihnen steckt

In dem Motivationsschreiben sollen die Kernfragen nach der konkreten Motivation für das Studium sowie dem Grund für die Auswahl der Hochschule beantwortet werden. Zusätzlich sollte der Bewerber seine Persönlichkeit, Qualifikationen und Erfahrungen beschreiben, sodass sich die Zulassungskommission ein besseres Bild von ihm machen kann und klar wird, warum sich die Hochschule ausgerechnet für ihn entscheiden sollte. Die Herausforderung liegt darin, sich treffend und verständlich auszudrücken, ohne großartig um den heißen Brei herumzureden oder abzuschweifen.

Der Aufbau

Das Motivationsschreiben ist einem formellen Anschreiben gleichzusetzen und sollte die eigenen Kontaktdaten sowie die Anschrift der Hochschule enthalten. Auch das Datum und eine Betreffzeile dürfen nicht fehlen. Dann kann es mit dem eigentlichen Inhalt losgehen, der sich am besten wie ein Schulaufsatz in eine Einleitung, den Hauptteil und einen Schlussteil gliedern sollte.

  1. Einleitung
    In der Einleitung können Sie zunächst etwas zu Ihrer Person erzählen und anschließend den Grund für das Motivationsschreiben erläutern. Halten Sie sich hierbei so kurz wie möglich.
  2. Hauptteil
    Der Hauptteil wird mit der Erläuterung Ihrer Motivation für das MBA Studium eingeleitet. Außerdem stellen Sie dar, warum Sie sich ausgerechnet für diese Hochschule entschieden haben. Zusätzlich können Sie Ihre Ziele und Erwartungen, die Sie mit dem MBA-Programm verbinden, preisgeben. Hierbei können Sie verdeutlichen, welche Qualifikationen Sie zu der Erreichung Ihrer gesteckten Ziele mitbringen und was Sie womöglich von anderen Bewerbern unterscheidet.
    Sehen Sie das Motivationsschreiben als Ihre Bühne, auf der Sie Ihre Stärken hervorheben können. Achten Sie darauf, dass Sie keine schlichte Aufzählung herunterschreiben, sondern immer Beispiele und erreichte Erfolge nennen. Damit wirken Ihre Behauptungen glaubhafter und erfahrungsbedingt.
  3. Schluss
    Abschließend reicht ein Schlusssatz, in dem Sie mitteilen, sich auf eine Rückmeldung zu freuen, und sich verabschieden.

Allgemeine Tipps:

  • Das Motivationsschreiben sollte zwei DIN-A4-Seiten nicht überschreiten
  • Informieren Sie sich vorab über die genauen Anforderungen der Hochschule
  • Um sich abzuheben, verwenden Sie keine Floskeln oder inhaltlose Formulierungen
  • Formulieren Sie lieber auf den Punkt, anstatt den Text auszuschmücken
  • Greifen Sie konkrete Fakten der Hochschule auf, für die Sie sich besonders interessieren

Ein MBA Studium erfordert sehr viel Motivation, Disziplin, Belastbarkeit und Teamfähigkeit. Bevor Sie einen MBA Abschluss anstreben und das Studium antreten, sollten Sie sich mit kritischem Blick zu allen erforderlichen Punkten Gedanken machen.

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