Freitag, 08. Juli 2016

„Startupboat“ unterstützt Geflüchtete

Um Lösungsansätze für die Flüchtlingskrise zu finden gründete Paula Schwarz im letzten Jahr die Initiative Startupboat und brachte Unternehmer aus Deutschland, Griechenland und Südafrika auf einem wortwörtlichen Boot zusammen, um gemeinsam Ideen zu entwickeln. Nach diesem erfolgreichen Auftakt expandiert das innovative Format in diesem Sommer in verschiedene europäische Städte. Organisiert von WHU-Student Hendrik Knaup brachte das Startupboat am 18. Juni engagierte Menschen auf dem Berliner Landwehrkanal zusammen, um neue Ideen zur effektiven Integration Geflüchteter in die deutsche Gesellschaft zu entwickeln. Während des eintägigen Programms führten die Teilnehmer Interviews mit Geflüchteten, sprachen mit Experten über rechtliche Einschränkungen und Herausforderungen und entwickelten konkrete Ideen.

Auf Startupboat-Sessions treffen sich Wandlungsinitiatoren, die Lösungen zu bestimmten sozialen Problemstellungen erarbeiten wollen. Den Organisatoren ist es dabei besonders wichtig, dass Teams sich nicht nur auf die Möglichen Ergebnisse ihrer Ideen konzentrieren, sondern auch die Geschäftsmodelle durchdenken, durch die sich ein Projekt tragen soll. Initiativen, die von den Teams über die ‘Ideation Stage’ weiter getragen werden, treffen sich im 'Migration Hub Network' von Startupboat, das ihnen die Zusammenarbeit in sogenannten Co-Working-Plätzen ermöglicht.

Die Investoren bei Startupboat kommen vor allem aus der Privatwirtschaft. Es sind Menschen, die etwas wagen wollen und an ein multikulturelles Deutschland der Zukunft glauben.
Das Startupboat war der Beginn der Aktivitäten von StartupAid, der Dachorganisation des Startupboats und der „Migration Hubs“, die sich mittlerweile in 6 Städten befinden. Über einen Fonds unterstützt die Initiative geflüchtete potentielle Gründer, die als Unternehmer durchstarten möchten. Gründerin Paula Schwarz betont, dass der Fonds nicht nur für Geflüchtete sondern auch für Investoren interessant ist: „Stellen Sie sich vor, Sie können später einmal sagen, dass Sie 1000 Personen die Chance gegeben haben, ihr Leben wieder aufzubauen!“

Die geflüchteten Unternehmer und andere Interessierte können sich im „Migration Hub“ Unterstützung suchen - hier werden beispielsweise Sprachkurse und Teambuilding-Treffen angeboten, meistens völlig kostenlos. Das Team von Startupboat unterstützt beispielsweise MONI.com, eine Bank für Geflüchtete sowie MigrantHire.com, eine Jobplattform für Geflüchtete.

Weitere Informationen zur Initiative Startupboat: www.startupboat.eu

Quelle: Startupboat

Quelle: Startupboat

Quelle: Startupboat

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