Kooperation mit der Arbeitsgruppe Digitale Wirtschaft der IHK Koblenz

Der Lehrstuhl kooperiert mit der Arbeitsgruppe Digitale Wirtschaft der IHK Koblenz, die Anfang 2016 ins Leben gerufen wurde und vom Bereich Innovation, Umwelt und Energie der IHK unter Mitwirkung von Dr. Rehm koordiniert wird. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, Forscher der regionalen Hochschulen wie der Universität Koblenz-Landau, der Hochschule Koblenz und der WHU zusammenzubringen, um gemeinsam als Ansprechpartner für Firmen der Region im Bereich Technologietransfer zur Digitalen Transformation zu fungieren.

In einer Vorab-Studie unterstützt durch Studierende der WHU wurde eine Bestandsaufnahme der Aktivitäten im Kontext Digitale Transformation durchgeführt. Diese zeigt die Breite der bereits existierenden Aktivitäten auf: 100+ Professuren in im Kontext relevanten Fächern, 170+ Firmen als potenzielle Lösungsanbieter, 20+ Netzwerke, Web-Plattformen und Eventreihen sowie ca. 15 Organisationen, die finanzielle und organisatorische Unterstützung leisten können.

Weitere Informationen finden sich unter www.top-wissenschaft.de und dem dortigen Profil des Lehrstuhls.

Erfolgreicher Bezug zur Praxis

Ein überzeugendes Beispiel für eine gleichermaßen praxisorientierte und konzeptionell anspruchsvolle Bachelor-Arbeit stellt das Geschäftsmodell "Ein konzeptioneller Ansatz zur individualisierten Inneneinrichtung auf Basis aktueller Informations- und Kommunikationstechnologie am Beispiel der Tischlerei" von Julia Kasper dar. Die auf dieser Basis entwickelte Plattform „holzgespür“ wurde zwischenzeitlich von IT.Stadt Koblenz e.V. beim Koblenzer Startup-Slam und dem rheinlandpfälzischen Innenministerium ausgezeichnet. Hierüber berichtete auch die Rheinzeitung am 13. März 2015.

holzgespür hat sich auf die Herstellung von hochwertigen Möbeln aus heimischen Hölzern, wie Eiche, Nuss oder Rüster, spezialisiert. Entscheidend dabei: Jeder Kunde kann über den auf der Internetseite integrierten 3D-Online-Konfigurator das eigene Lieblingsmöbelstück entwerfen. Anschließend erstellt die familieneigene Tischlerei mit dem handwerklichen Know-How und dem richtigen „Holzgespür“ das ganz individuell zusammengestellte Möbelstück in Absprache mit dem Kunden. Die Verbindung aus Individualität, Beratung und Nachhaltigkeit machen so jedes Möbelstück zu einem Unikat. Ein weiterer Vorteil ist der All-Inclusive-Service: Schon bei der Auswahl der Holzart wird der Kunde beratend unterstützt und erhält Vorschläge zur Entscheidungsfindung. So bekommt jeder Kunde eine kurze Videosequenz zur Auswahl des Baumstammes aus dem das Möbelunikat gefertigt werden soll. Handverlesene Holzmuster sowie die Lieferung des Möbels sind kostenfrei.

Das Geschäftskonzept zu holzgespür hat Julia Kasper im Rahmen ihrer Bachelor Thesis am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Informationsmanagement unter Betreuung von Prof. Dr. Thomas Fischer entwickelt und setzt dieses seit dem Studienabschluss an der WHU in die Tat um. Die Plattform ist seit September 2014 online und wird stetig weiterentwickelt. „Die Kombination aus echter Handwerksarbeit mit der Leidenschaft für hochwertige Hölzer und der digitalen Welt zeigt sich in jedem Möbelstück. Ich freue mich jeden Tag, mit unseren Kunden neue Möbelunikate zu entwerfen“, so Julia Kasper. „Das Studium an der WHU hat mich zur Gründung und Entwicklung des Geschäftsmodells inspiriert und ermutigt.“  www.holzgespuer.de