Montag, 22. Juli 2013

Verschiedene Sparvehikel im Vergleich: Sparbücher und Versicherungsanlagen verglichen mit Kapitalmarktanlagen

In der vorliegenden Studie wird untersucht, wie das Sparverhalten der deutschen Bevölkerung im Vergleich zu den Sparern in 9 anderen Ländern zu beschreiben ist. Dabei geht es zunächst in der Vorstudie um drei Fragen:

1. Wie haben Sparbücher und Lebensversicherungsverträge im Vergleich zu Aktien langfristig abgeschnitten?

2. Kaufen die Deutschen weniger Aktien als Sparer in anderen Ländern?

3. Gilt die vergangene Entwicklung der Sparformen auch für die Zukunft?

Das Ergebnis zur ersten Frage ist, dass europäische und internationale Aktien mit klassischen Sparvehikeln wie Sparbüchern und Lebensversicherungsverträgen längerfristig mindestens gleichwertig sind, wenn man eine Risiko- und Renditesicht einnimmt. Bei real positivem Renditewunsch sind Aktien unentbehrlich - bei gleichzeitig höherem Risiko verglichen mit Sparbüchern und Lebensversicherungsverträgen, die derzeit real negative Zinsen abwerfen. Je länger der Anlagehorizont ist, desto attraktiver werden Aktien auch bei konservativeren Portfolios. Aus dem Portfolioblickwinkel sind internationale Aktien unerlässlich, sobald der Renditeanspruch über das konservativste Maß hinausgeht.

In Bezug auf die zweite Frage zeigt sich, dass es tatsächlich spezifische Faktoren in Deutschland gibt, die ein Aufholpotential in Bezug auf Aktien als Sparanlage gegenüber anderen Ländern implizieren. Für eine höhere Aktienquote spricht, dass das Bruttovermögen pro Kopf in Deutschland deutlich hinter Italien und Frankreich zurück bleibt und deutlich unterhalb des EU- Durchschnitts liegt. Allerdings liegt die jährliche Bruttoersparnis der Deutschen höher als im EU- Durchschnitt. Insofern darf man Aufholpotential bei den deutschen Ersparnissen in Aktien erwarten.

Und zur Beantwortung der dritten Frage werden fünf Szenarien für die Zukunft des Euros zu Grunde gelegt und deren Effekte auf die optimale Zusammensetzung von Investoren-Portfolios abgeschätzt. In fast allen Szenarien sind Aktien ein wichtiges Vehikel zu einem ausgeglichenen Rendite- und Risikoverhältnis. Näheres hier.

 

 

 

 

 

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