Mittwoch, 28. September 2016

Deutsch-Afrikanische Konferenz an der WHU

Foto: Kai Myller

“Unifying German Businesses and Global Entrepreneurs: Investment in Africa and Its Impact on Global Scale”, so lautete das Motto des sechsten jährlichen Young CEO Business Summit (YCBS), der vom 24. bis 25. September am Campus Düsseldorf der WHU – Otto Beisheim School of Management stattfand.

Nach Veranstaltungen in Dubai, London oder Abuja ist dies die erste deutsche Ausgabe der internationalen Konferenz und ihre Austragung am WHU Campus Düsseldorf kein Zufall: “Mit der WHU haben wir den perfekten Kooperationspartner und einen idealen Veranstaltungsort gefunden”, erklärt Bibusa W. Wißemann, Direktorin des Young CEOs Business Forums und Mitorganisatorin des Summits am Rande des ersten Konferenztages. Besonders die internationale Ausrichtung der WHU und ihr starker Fokus auf Entrepreneurship böten einen optimalen Rahmen für die Konferenz. Auch Prof. Dr. Markus Rudolf, Rektor der WHU, teilt diese Ansicht: „Wir an der WHU sind überzeugt, dass Internationalisierung der Schlüssel zum Erfolg ist. Als eine der führenden Business Schools Europas mit einem starken Unternehmergeist freuen wir uns sehr über diese Kooperation.“

Mehr als 60 Wirtschaftsexperten, Führungskräfte, Unternehmer, Gäste aus der Politik und Vordenker aus Europa und Afrika sind in diesem Jahr an der WHU zusammengekommen, um während des YCBS über vielfältige Themen wie Chancen und Risiken bei Investments in Afrika, die Vernetzung deutscher und afrikanischer Unternehmen, Gründen in der Diaspora und die neue Generation weiblicher Unternehmerinnen zu diskutieren. Neben Vorträgen und Podiumsdiskussionen erhalten junge afrikanische Gründer die Gelegenheit, ihre Unternehmen vorzustellen und an einem  Ideenwettbewerb teilzunehmen, während verschiedener Workshops geben Coaches Tipps für die Umsetzung von Ideen in der frühen Gründungsphase oder zum Halten des perfekten Business Pitch.

Die WHU stellt dabei nicht nur ihre Räumlichkeiten sondern auch Expertenwissen zur Verfügung. In seinem Vortrag zu Beginn der Konferenz stellt Prof. Dr. Sascha L. Schmidt, Inhaber des Lehrstuhls für Sport und  Management klar, dass auch die WHU das Potenzial des afrikanischen Kontinents erkannt hat. „Vielfalt ist bei uns kein leeres Schlagwort“, erklärt er und ergänzt, dass die WHU anstrebe, in Zukunft mehr afrikanische Studenten an ihren Standorten begrüßen zu dürfen. Eine Haltung, die der Ehrengast des sechsten YCBS, Bwalya S. K. Chiti, Botschafter der Republik Sambia, begrüßt. „In der heutigen Zeit kann es sich keine Branche und kein Markt leisten, das Potenzial zu ignorieren, das in Afrika liegt“, sagt er in seiner Rede und betont, dass gerade in Afrika junge Unternehmer, die in ihre Heimatländer investierten, der Schlüssel zu einer nachhaltig erfolgreichen Zukunft seien.

Auch Annette Klerks, Leiterin der Abteilung International Business Services der Stadt Düsseldorf glaubt an Afrika als „die nächste große Sache, nach der nächsten großen Sache“ und ermuntert die Konferenzteilnehmer, an sich selbst zu glauben, selbst zu gründen, statt sich auf die Regierungen ihrer Heimatländer zu verlassen. Auch  Prof. Dr. Serden Ozcan, Inhaber des Lehrstuhls für Innovation und Organisation, sieht enormes Potenzial in Afrika. Das treffe allerdings auch auf viele andere aufstrebende Märkte zu, warnt er und rät den anwesenden Unternehmern, sich durch nachhaltige, sozial wie ökologisch verantwortungsvolle Investments abzugrenzen.  Eine Meinung, die auch die WHU Studenten Carlotta Börner und Selin Immel vertreten, die ihm Rahmen  des YCBS ihre studentische Initiative WHU SensAbility, eine Konferenz für soziales Unternehmertum vorstellen.

Die Konferenz endet mit einer Wohltätigkeitsgala zu Gunsten zweier Schulen in Nigeria und Sambia und der Erkenntnis, dass deutsch-afrikanische Zusammenarbeit nicht auf klassische Hilfsprojekte begrenzt sein sollte, sondern gerade bei Themen wie  Existenzgründung oder Direktinvestitionen große Chancen birgt.

Foto: Kai Myller

Foto: Kai Myller

Foto: Kai Myller

Foto: Kai Myller

Foto: Kai Myller

Foto: Kai Myller