Dienstag, 20. März 2018

Initiative für Frauen in Führungspositionen

WHU-Alumna Sabine Hansen (EMBA 2002), Director bei Kienbaum und Mit-Initiatorin der Initiative Women Into Leadership e.V., berichtet über die Motivation aus der die Initiative entstanden ist und erklärt, wie Frauen es in Führungsebenen schaffen können.

WHU-Alumna Sabine Hansen

Es bewegt sich in Deutschland’s Chefetagen – es wird gemischter und vielfältiger und das unabhängig davon, dass es seit 2016 eine fixe Geschlechterquote für den Aufsichtsrat gibt. Unternehmen sehen sich im Zuge der Digitalisierung und der gestiegenen Bedeutung globalisierten Käufermärkten mit besonderen Herausforderungen für ihr Geschäftsmodell und die Arbeitswelten von morgen ausgesetzt. Traditionsunternehmen, die nicht die Transformation anführen, verschwinden, und reine Branchenkompetenz reicht schon lange nicht mehr aus, um die Unternehmen durch den Orkan der Veränderung zuverlässig zu steuern. Musterbrecher für den Chefsessel werden gesucht und gefunden und immer häufiger sind auch Frauen darunter. Was bedeutet dies aber für das eigene Talent Management und die nachhaltige Förderung von Top-Führungskräften? Hier folgen die Unternehmen noch oftmals den klassischen Begriffen von Talentförderung. Die bislang ausschließlich vertikale Betrachtung des Begriffs „Talent“, sorgt zudem dafür, dass verhältnismäßig wenig Frauen sich auf den mittleren Führungsebenen durchsetzen. Haben es Frauen dann dennoch geschafft, werden sie von internen Talent Management Systemen nicht mehr erfasst.

Grund genug für mich und die drei weiteren Protagonistinnen (Petra Schlieter-Gropp, Alex Iwan und Dr. Natalie Daghles) ein Zeichen zu setzen und mit der Gründung der gemeinnützigen Initiative Women into Leadership e.V. (www.iwil.eu) ein Angebot für die veränderungsbereiten Unternehmen zu schmieden. Kernstück von IWiL ist ein Cross-Mentoring-Programm, um die strategische Lücke von Frauen auf der zweiten und dritten Führungsebene zu schließen. Spitzenpersönlichkeiten außerhalb des eigenen Unternehmens begleiten die weiblichen Führungskräfte in einer Tandembeziehung über den Zeitablauf von einem Jahr und sind so Sparringspartner für alle Fragestellungen rund um die Karriere. Die Sichtbarmachung von internen Talenten hat zudem eine positive Sogwirkung und sendet eine klare Botschaft an die nominierten Frauen: „…wir haben noch etwas vor mit Dir“.

Zwischenzeitlich haben sich diesem Ziel knapp 20 Unternehmen und über 30 persönliche Mitglieder, angeführt von Spitzenpersönlichkeiten wie zum Beispiel Tina Müller (Douglas) über Hiltrud Werner (VW) bis hin zu Dr. Dilek Gürsoy (Deutschland’s führende Herzchirugin) verpflichtet, die Zeit und persönliches Engagement koppeln, um die deutsche Wirtschaft nach vorne zu bringen. Das wir hierbei auch mutige und tatkräftige Männer wie den Gründer Dr. Achim Leder von Jetlite motivieren konnten, zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind und New Work mehr als nur eine Worthülse ist.