Dienstag, 10. Dezember 2019

Mehr Kapitaldeckung in der Altersvorsorge

Im Rahmen des demographischen Wandels ist die gesetzliche Altersvorsorge schon lange ein umstrittenes Thema. In einer Sache herrscht jedoch breiter Konsens unter den Parteien: Es wird mehr echte Kapitaldeckung benötigt. Prof. Dr. Christian Hagist, Inhaber des Lehrstuhls Generationenübergreifende Wirtschaftspolitik an der WHU – Otto Beisheim School of Management, hat sich auf seinem ÖkonomenBlog mit den Möglichkeiten der privaten Altersvorsorge beschäftigt.

Das Umlageverfahren der Gesetzlichen Rentenversicherung allein kann die notwendige Kapitaldeckung nicht bewerkstelligen. Die deutsche Rentenversicherung geht davon aus, dass sich das Verhältnis von Erwerbstätigen und Rentnern in den folgenden zehn Jahren deutlich wandeln wird. Wenn heute vier Erwerbstätige zwei Rentner versorgen, werden es 2030 nur noch drei auf zwei sein.

Prof. Dr. Christian Hagist bezeichnet „Aktien als Mittel der Wahl, um in Zeiten des demographischen Wandels für das Alter vorzusorgen“. Potential sieht er im Modell der Riester Rente, welches aber dringend reformiert werden müsse. Mit der Abschaffung der Beitragsgarantie könnten die Renditechancen besser genutzt werden, was die private Altersvorsorge auch für jüngere Menschen attraktiv machen dürfte.

Zum ÖkonomenBlog