Dienstag, 17. September 2019

Nacht der Wissenschaft in Düsseldorf

Wissenschaft erlebbar zu machen und Forschungsergebnisse der Öffentlichkeit vorzustellen, um sich darüber auszutauschen, war Ziel der 3. Nacht der Wissenschaft in Düsseldorf. Mitten in der Stadt – am Haus der Universität und auf dem Schadowplatz – gaben die Hochschulen und Forschungseinrichtungen der Wissenschaftsregion Düsseldorf einen Einblick in die Vielfalt ihrer Arbeit. Teil davon waren auch zwei Professorinnen der WHU – Otto Beisheim School of Management: Prof. Dr. Miriam Müthel hielt einen spannenden Vortrag zum Thema „Scheitern kann schön werden – Wie Unternehmen eine positive Fehlerkultur aufbauen“ und Prof. Dr. Fabiola Gerpott informierte an ihrem Stand über „Psychology of Leadership: Wie wird Führung erforscht?“

Prof. Dr. Miriam Müthel, Lehrstuhl für Organizational Behavior

Miriam Müthel stellte direkt zu Beginn ihres Vortrags klar, dass Scheitern immer schmerzhaft ist. Wie man aus dem Scheitern aber etwas Schönes machen kann, erläuterte sie an dem Beispiel des englischen Fußballers Gareth Southgate, der durch sein Scheitern im Elfmeterschießen der Europameisterschaft 1996 in Erinnerung blieb. Southgates Geschichte vom Scheitern hat aber ein Happy End. Er führte als Trainer die englische Nationalmannschaft 2018 bei der Fußball-Weltmeisterschaft bis ins Halbfinale – samt gelungenem Elfmeterschießen im Achtelfinale. „Aber dieser Erfolg und dieses Happy End sind kein Wunder, sondern beruhen auf systematischem Lernen“, so Müthel. Es komme auf die richtige Einstellung an. Zuerst müsse man sich seine Angst vorm Scheitern eingestehen, diese dann systematisch durch Fehleranalysen bekämpfen und offen sein, Änderungen vorzunehmen und auszutesten. Miriam Müthel erklärt: „Um das eigene Happy End zu finden, muss man sich seinen Ängsten stellen.“ Und genau das ist Gareth Southgate als Trainer gelungen. Am Ende wurde er nicht nur durch den Erfolg bei der Weltmeisterschaft belohnt, sondern Prinz Charles verlieh ihm den sogenannten Order of the British Empire.

Fabiola Gerpott informierte gemeinsam mit ihren Doktoranden über die neuesten Forschungsergebnisse im Bereich „Leadership“ und lud die Besucher auf spannende Diskussionen ein. Ein weiteres Highlight für Groß und Klein des „Leadership“-Stands war ein Gewinnspiel, bei dem die Besucher ihr Wissen bei Schätzfragen zum Thema „Leadership“ gegeneinander beweisen konnten. Die Besucher hatten außerdem die Möglichkeit, sich selbstständig an dem Stand über Führungsmodelle, wie zum Beispiel „agile Führung“, „respektvolle Führung“ oder „emergente Führung“ zu informieren oder konnten erfahren, wie man selbst durch beispielsweise „evidenzbasierte Managementansätze“ eine bessere Führungskraft werden kann.