Dienstag, 04. Februar 2020

„Future 2020 – Anything is Possible?“

Was würden Sie heute tun, wenn Sie wüssten, dass Sie nicht scheitern können? Unter dem Motto „Future 2020 – Anything is Possible?“ wurde bei der diesjährigen TEDxWHU Konferenz am 1. Februar auf dem Campus der WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar eines ganz besonders deutlich: Wir sollten uns auf unsere Leidenschaften und Interessen fokussieren.

Foto: Nicolette Fountaris

Schon in der Eröffnungsrede wies Prof. Dr. Holger Ernst, Lehrstuhlinhaber für Technologie- und Innovationsmanagement an der WHU, darauf hin, dass im neuen Jahr alles möglich sei. Es läge an uns 2020 zu gestalten und das Fragezeichen des Konferenzmottos in ein Ausrufezeichen zu verwandeln. Was dies konkret bedeutet, beschrieb Nicolette Fountaris in ihrer für das TED-Format typischen 21-minütigen Rede. Die stetig an Bekanntheit gewinnende Influencerin hatte schon immer „Träume, Visionen und Fantasie,“ wie sie sagt. Dennoch wäre sie zum ersten Mal im Alter von 29 Jahren glücklich geworden. Wir würden als Jugendliche viel zu häufig ein Druckgefühl verspüren, erklären zu müssen, wer wir sind und was wir einmal werden wollen. Für Fountaris, die inzwischen mit ihrer eigenen Comedy-Show erfolgreich durch Deutschland tourt, sei daher zentral gewesen zu erkennen, dass es nicht darum ginge, andere glücklich zu machen, sondern das zu machen, was sie selbst glücklich werden lässt. „Ist Euer Job auf Euren Leidenschaften basiert?“ ist eine Frage, die sie dazu in den Raum stellte. Schließlich wäre das Leben keine „Generalprobe,“ sondern eine einmalige Chance das zu tun, was man liebt.

Die in Köln lebende und ebenfalls durch Social Media bekannt gewordene Anastasija Lukic vermittelte während ihres Talks eine ähnliche Botschaft: Man solle an sich glauben, Risiken zu seinen Freunden machen und seine Träume verfolgen. „Würdest du diesen Job machen, wenn du dafür nicht bezahlt werden würdest?“ war ihre Art auszudrücken, was auch schon Fountaris benannte. Um ihr Glück zu finden, kehrte auch Lukic ihrer bisherigen Karriere in einem deutschen Geldinstitut den Rücken zu und verließ ihre Komfortzone. Sie lernte, um es mit den von ihr gewählten Worten von Bob Marley wiederzugeben, das Leben zu leben, das sie liebt, und das Leben zu lieben, welches sie lebt.

In der letzten Rede des Tages griff die Geschäftsführerin des Startups CleverBooks, Darya Yegorina, noch einmal die Botschaft von Fountaris und Lukic auf, indem sie frug, womit dieser Text begann: „Was würden Sie heute tun, wenn Sie wüssten, dass Sie nicht scheitern können?“ Laut Yegorina gibt es nur eine Person im Leben, die einen von seinen Träumen abhalten kann – und die ist man selbst.