Mittwoch, 21. März 2018

Aderlass für den guten Zweck

Wenn an der WHU zwei bis drei Mal im Jahr Blut fließt, dann verbirgt sich dahinter kein Unfall oder gar ein Verbrechen, sondern allein der gute Zweck: Denn regelmäßig organisieren Studenten der Business School Blutspende-Aktionen.

Bachelor-Student Glenn Davidsen organisiert den Blutspendetag an der WHU

Federführend liegt die Veranstaltung in den Händen von Glenn Davidsen, dem ersten Vorsitzenden des Vereins, der betont, dass auch Nicht-Studenten bei allen Terminen willkommen sind. Unterstützt wird die Initiative der WHUler von dem DRK. Regelmäßig spenden rund 80 Freiwillige ihr Blut – und werden dabei von den Studenten, die übrigens allesamt auch zu den Spendern gehören - verköstigt. 

Warum aber engagieren sich angehende Betriebswirte und Wirtschaftswissenschaftler überhaupt auf diesem Feld? Bei Glenn Davidsen, der ursprünglich aus Hamburg stammt, gründet die Motivation in seiner ehrenamtlichen Arbeit bei den Johannitern. Jahrelang, so berichtet Davidsen, war er Mitglied der Landes-Jugendleitung bei dem Hilfswerk. Als er dann sein Studium in Vallendar begann, war es für den jungen Mann direkt klar, dass er sich auch hier im karitativem Bereich einbringen wollte. So leitet und plant der 21-Jährige die Blut-Spende-Veranstaltungen zusammen mit zwei Mit-Studenten.

Dabei gilt es zum einen die Räumlichkeiten zu organisieren, sowie genügend Helfer zu rekrutieren. Beim letzten Mal waren etwa weitere 40 Mitglieder im Erdgeschoss des Gebäudes C tätig. Außerdem initiieren Davidsen und seine Kollegen Tu Tran (Kassenwart) und Alexander Steurer (zweiter Vorsitzender) zugleich eine Art Wettbewerb: Der WHU-Jahrgang, der die meisten Blutspender geworben hat, gewinnt. „So kommt die Veranstaltung auf ihre konstanten rund 80 Spender – mit leicht steigender Tendenz“, berichtet der Student. Was sich vielleicht für Außenstehende nach einer nicht so gewaltigen Zahl anhört, ist jedoch beachtlich: Rund 40 Liter gesammeltes Blut kommen bei den Terminen regelmäßig zustande. „Außerdem möchten wir mit der Veranstaltung generell für die Blutspende werben“, betont der Veranstalter. Beim letzten Termin, am 20. März, gab es außerdem die Möglichkeit, sich für eine Knochenmarkspende typisieren zu lassen.

Noch zwei Mal wird Davidsen mit seinen Mit-Studenten bei den Veranstaltungen „Regie führen“, dann, so erzählt der Hamburger, übernimmt die nächste WHUler-Generation. Denn: Die Federführung liegt immer in den Händen von Erst- und Zweitsemestern. „Dann hat man neben dem Studium noch die Luft, diese Veranstaltung zu organisieren, bevor der Stress so richtig beginnt“, erzählt Davidsen schmunzelnd.

Text von PR-Praktikant Elias Herrmann