Mittwoch, 16. Januar 2019

"Unsere Zukunft liegt in Europa"

Beim Neujahrsempfang der SPD Vallendar am 13. Januar 2018 sprach Prof. Dr. Markus Rudolf über die Bedeutung eines vereinten Europas und die Gefahren des Brexit.

Photo: Fotolia/Lazyllama

In seiner Rede betonte der Rektor der WHU den herausragenden wirtschaftlichen Erfolg der Europäischen Union. Europa, so Rudolf, sei zwar nicht perfekt, könne jedoch nur in enger Zusammenarbeit, mit offenen Grenzen und mit einer starken gemeinsamen Währung im internationalen Wettbewerb bestehen. 

"Der Handel aller Länder in Europa hat seit der Einführung des Euro vor gut 20 Jahren erheblich zugenommen", argumentierte Rudolf. Eine Rückkehr zu den Nationalstaaten oder gar eine Abkehr vom Euro sei für alle europäischen Staaten von Nachteil - in erheblichem Maße auch für Deutschland. 

Nur ein freies Europa sei ein erfolgreiches Europa, und diese Freiheit würde durch Grenzen und Abschottung bedroht. "Wir sind heute so frei, wie es unser Traumland - die USA -  in den 1990er Jahren einmal war. Wir sollten dies nicht als selbstverständlich erachten", plädierte Rudolf. 

Letztlich sei ein gemeinsames Europa nicht nur wirtschaftlich erfolgreich, sondern garantiere auch ein freies und friedliches Miteinander. "Jedes europäische Land hat seinen eigenen Reiz und seine Besonderheiten - und doch werden Sie sich innerhalb Europas überall zuhause fühlen."

Eine Rückkehr zu den Nationalstaaten führe letztlich nicht nur zu wirtschaftlichen Einbußen, sondern zu persönlicher und gesellschaftlicher Unfreiheit. So lautete Markus Rudolfs Fazit: "Unsere Zukunft liegt in Europa."