Donnerstag, 07. September 2017

Wer hat Angst vor der Rente mit 70?

SPD-Chef Martin Schulz rang der Kanzlerin im Fernsehduell das Versprechen ab, dass die Rente mit 70 nicht kommt. Damit sind wir beim Thema Alterssicherung endgültig in einen postfaktischen Diskurs eingestiegen. Denn Fakt ist, dass wir immer länger leben. Wenn wir das Rentensystem auch für unsere Kinder nachhaltig finanzierbar halten wollen, müssen wir am System etwas ändern. - Ein Kommentar im Manager Magazin von WHU-Professor Christian Hagist -

Seit Sonntag geht in Deutschland wieder ein Gespenst um - die Rente mit 70. Fürchten Sie sich auch schon? Damit diese Furcht begründet ist, müssten Sie unter 18 Jahre alt sein. Warum gerade 18? Weil von allen heute Wahlberechtigten in fast allen vorgelegten Modellen keiner bis 70 arbeiten muss. Zugegeben, für einige Jahrgänge liegt die Altersgrenze, um den Lebensabend mit vollen Bezügen genießen zu können, knapp darunter. Das Gros der Bevölkerung wird mit der Rente mit 70 jedoch niemals etwas zu tun haben. Nur klingt dies bei Politikern und in den Medien häufig leider anders.

Schauen wir uns die Fakten einmal an: Die aktuelle Gesetzeslage sieht vor, dass das gesetzliche Renteneintrittsalter bis 2029 auf 67 Jahre steigt. Diese Regelung wurde im Jahre 2006 von der Großen Koalition verabschiedet. Von Gewerkschaften und anderen Parteien wurde sie heftig kritisiert und als versteckte Rentenkürzung gebrandmarkt. Dabei ist diese Reform das genaue Gegenteil - keine heimliche Rentenkürzung, sondern die Verminderung einer verdeckten Erhöhung. 

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