Donnerstag, 13. April 2017

WHU-Theater: "Alice im Anderland"

Mit der diesjährigen Frühjahrsaufführung schlug die Studentische Bühne der WHU – Otto Beisheim School of Management eine neue Richtung ein. Nach einer ganzen Reihe von Komödien gelang es der Schauspieltruppe diesmal mit einer thematisch ernsten Aufführung das Publikum zu begeistern. An drei Abenden, vom 7. bis 9. April, überzeugte die durch Regisseur Till Wicher geführte Gruppe von Laiendarstellern in dem Stück „Alice im Anderland“ von Stefan Altherr.

Das Stück ist durch den Kinderbuchklassiker „Alice im Wunderland“ inspiriert und handelt von Alice, die in der Nervenheilanstalt Ramstein-Miesenbach lebt, nachdem ihre Eltern bei einem Brand ums Leben gekommen sind. In der düsteren Anstalt herrscht das Regime der Herzkönigin, einer Nachtschwester, vor der sich alle Patienten fürchten. Gemeinsam mit den anderen Patienten versuchen Alice und ihre stetige Begleiterin, die Grinsekatze, mehr über die Herzkönigin herauszufinden, um sie zu bekämpfen.

Abgesehen von den zwei herausragenden Hauptdarstellerinnen, Yvonne Klippenstein und Caro Picht als Alice und Grinsekatze, war es für viele Schauspieler der erste Auftritt für die Studentische Bühne. Trotzdem überzeugte das junge Ensemble in dem thematisch anspruchsvollen und düsteren Stück. Einzig die lustig angehauchte Rolle der Raupe mit Suchtproblem, hervorragend dargestellt von WHU-Pressesprecherin Jennifer Willms, sorgte für einige herzliche Lacher im Publikum.

Die Fans der Studentischen Bühne können sich schon jetzt auf die nächste Aufführung im Herbst 2017 freuen.

 


Seit Herbst 1989 existiert die studentische Theatergruppe der WHU. Initiator war Philipp Burgtorf (Diplom-Abschlussjahrgang 1993), der während eines Auslandsjahres Schauspiel- und Regieunterricht erhalten hatte. In den vergangenen Jahren erfreuten die Laienschauspieler ihr Publikum unter anderem mit Klassikern von Sartre, Camus, Dürrenmatt, Shakespeare, aber auch mit Komödien unter anderem von Arnold/Bach oder Simons.

Die Theatergruppe der WHU steht für außergewöhnliches Engagement seitens der ständig wechselnden Ensemblemitglieder, viel Liebe zum Detail und sehr unterschiedliche Charaktere.

Lohn für die Mühe sind regelmäßig ein volles Haus und ein begeistertes Publikum, wobei sich der Kreis der Zuschauer nicht nur auf WHUler beschränkt, denn alle Aufführungen sind öffentlich.