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Dienstag, 23. Januar 2018

WHU-Alumnus in Forbes "30 Under 30"-Liste

Das US-Wirtschaftsmagazin Forbes ehrt jährlich einflussreiche junge Menschen unter 30 Jahren. In der diesjährigen Ausgabe hat das US-Magazin einen WHU-Alumnus in eine seiner europäischen „30 under 30“-Listen aufgenommen. WHU-Bachelor- und Masterabsolvent Kurosch Daniel Habibi wurde gemeinsam mit seinem Mitgründer Pascal Stichler in der Kategorie „Finance – Influencing Global Money Flows“ ausgezeichnet.

Habibi und Stichler haben Ende 2016 das Berliner FinTech Start-up „Carl“ gegründet. „Carl“ bietet unter www.carlfinance.de und www.nachfolge.de eine online Verkaufsplattform speziell für mittelständische Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis 50 Millionen Euro.

Fünf Fragen an Kurosch Daniel Habibi

Herr Habibi, was ist die Geschäftsidee hinter „Carl“ und wie sind Sie auf die Marktlücke aufmerksam geworden?
Grundsätzlich sind wir eine geschlossene Plattform für mittelständische Unternehmensverkäufe. Wir sind dabei keine Anzeigenplattform sondern unterstützen den Unternehmer entlang des gesamten Verkaufsprozesses. Dabei stützen wir uns auf unser großes Netzwerk, um Unternehmer, Investoren und passende Berater zusammenzubringen. Trotz unserer großen Reichweite mit über 500 verifizierten Kaufinteressenten und über 150 Partnerberatern in ganz Deutschland, gewährleisten wir größtmögliche Vertraulichkeit. Das ist einmalig in Deutschland. Langfristig verfolgen wir unsere Vision, einen Kapitalmarkt für den Mittelstand aufzubauen und die Branche schrittweise in Richtung Digitalisierung zu führen. Bis jetzt hat die Industrie diesen Trend verschlafen und Unternehmensverkäufe sind ein gänzlich manueller Prozess. Dies hatten mein Mitbegründer und ich je in verschiedenen Praktika, insbesondere bei J.P. Morgan und McKinsey & Company, erkannt. Da uns aus unserem persönlichen Umfeld die Problematik bei Unternehmensnachfolge und -verkauf bekannt war, beschlossen wir daran etwas zu ändern. Der Markt für Unternehmensverkäufe ist fast ausschließlich für größere Firmen zugänglich. Unser Anspruch ist es, diese Lücke mit unserer digitalen Plattform zu schließen und es so kleinen und mittelgroßen Unternehmen deutlich leichter zu machen große Finanzierungen, Unternehmensverkäufe und Nachfolgen zu organisieren.

Was war bei der Gründung unverzichtbar?
Wohl der kritischste Faktor bei einer Unternehmensgründung ist das Team. Da machte es sich bezahlt, dass ich meinen Mitgründer schon seit Schulzeiten kenne und wir schon viel zusammen erlebt haben. Man kennt sich, schätzt den anderen und kann sich aufeinander verlassen, alles zentrale Elemente in einem Gründerteam. Zudem hatten wir bereits früh hervorragende Berater, unter anderem unseren Beirat, die uns mit Rat und Tat zur Seite standen. Danach muss man einfach dranbleiben, Ausdauer und Geduld sind unerlässlich.

Sie haben innerhalb eines Jahres enorme Erfolge mit Ihrem Start-up feiern können. Was war der Moment, in dem Sie gemerkt haben, dass aus Ihrer Idee ein großes Geschäft wird?
Als wir online gingen, brauchten wir nur wenige Monate um die Schwelle von 200 Millionen Euro an Unternehmenswerten auf unserer Plattform zu knacken. Bald darauf fielen die 500 Millionen. Es sind solche Zahlen aber auch das überwältigende Feedback von Mittelständlern und Investoren, das uns deutlich zeigt, dass wir hier ein großes Problem lösen. Wenn man das zur Zufriedenheit der Kunden tut, kommt der Erfolg von selbst.

Gab es auf Ihrem bisherigen Weg mit „Carl“ auch Stolpersteine und wie konnten Sie sie überwinden?
Eine der größten Herausforderungen für Carl war sicherlich ganz zu Beginn die ersten Kunden von uns und unserer Dienstleistung zu überzeugen. Wir sind noch vergleichsweise jung und gerade in diesem B2B-Markt, mit Geschäftsführern die oft doppelt so alt sind wie wir, schaut man da natürlich ganz besonders genau hin. Wir waren also auf einen gewissen Vertrauensvorschuss angewiesen. Da wir aber rasch liefern und erste Erfolge aufweisen konnten, haben wir dann zügig Fahrt aufgenommen. Die erste Transaktion, die wir begleitet haben, hatte beispielsweise der mandatierte M&A Berater bereits mental abgeschrieben. Uns ist es dann gelungen die Transaktion innerhalb von acht Wochen erfolgreich abzuschließen. So etwas bringt einem Aufmerksamkeit und Anerkennung in der Branche.

Was sind Ihre Pläne und wohin soll der Weg mit „Carl“ Sie noch führen?
Momentan verwenden wir den Großteil unserer Energie darauf, in den Unternehmensverkäufen, bei denen wir mitwirken ein möglichst gutes Ergebnis für den beziehungsweise die Eigentümer zu erzielen. Wir denken da sehr langfristig. Unser erklärtes Ziel ist es, uns in den nächsten Jahren weiter im Markt zu etablieren und zur Nummer eins in Sachen Unternehmensverkauf im Mittelstand zu werden. Dazu müssen wir unsere Bekanntheit bei Mittelständlern steigern aber auch die Aufmerksamkeit von Kaufinteressenten erhöhen. Damit einhergehend möchten wir die unzähligen Jobs die von der Nachfolgeregelung abhängen sichern und die deutsche Wirtschaft, insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen, stärken.

Master in Entrepreneurship

Kurosch Daniel Habibi, Mitgründer von "Carl"