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Dienstag, 06. Juni 2017

Ein Gespräch mit dem Gründer von Shop.co

In einem Interview spricht Jay Habib, der seinen MBA-Abschluss an der WHU gemacht hat, über sein Start-up-Unternehmen Shop.co – eine Browsererweiterung für einen universellen Warenkorb.

Wie ist die Idee für Shop.co entstanden?

Nach meinem Studium habe ich für eine Privatkapitalgesellschaft gearbeitet und war gerade mit meiner Urlaubsplanung beschäftigt. Meine Freundin hat mir eine lange Liste mit Dingen gegeben, die ich online für den Urlaub besorgen sollte. Das war sehr zeitaufwendig – bei jedem Online-Store musste man sich registrieren oder anmelden, wofür 12 Schritte erforderlich waren. Das hat lange gedauert und war sehr anstrengend. Während ich diese Formulare ausfüllte, war gerade ein berühmter deutscher Prominenter im Fernsehen, der eine Frau namens Stephanie, seine Einkaufsassistentin, vorstellte. Als ich diese Sendung sah, dachte ich, dass jeder diese Erfahrung machen sollte, auch online – ein Klick auf den Artikel, den man haben möchte, und jemand anders kümmert sich darum. Und so entstand Shop.co, der Shopping Concierge.

Shop.co wurde 2014 gegründet – wie waren die ersten drei Jahre bisher?

Sie waren hart, aber es hat sich gelohnt! Das erste Jahr war unglaublich schwierig – wir haben uns selbst finanziert, versucht, die Technologie zu entwickeln und uns von Monat zu Monat durchgekämpft. Im Januar 2015 jedoch haben wir das erste Geld von den Investoren erhalten. Von da an bis September 2015 war es ein großer Erfolg. Wir hatten ein herausragendes Team, die Technologie funktionierte und wir haben Fortschritte gemacht. Ende 2015 jedoch haben wir uns entschieden, in die USA zu gehen. Der deutsche Markt ist schwierig, wenn man keinen Umsatz macht und einen Kredit benötigt. Während wir in den ersten beiden Jahren die Technologie entwickelten, hatten wir überhaupt keine Einnahmen. Der Umzug nach Kalifornien war ein großer Schritt. Dort angekommen erkannten wir, wie „technisch“ unser Produkt war. Der US-Markt hat einen sehr hohen Standard für Produkte wie unserem und wir mussten viele Voraussetzungen erfüllen. Auch sind wir aufgrund der unvorhergesehenen länderspezifischen Unterschiede auf Schwierigkeiten gestoßen. Zum Glück konnten wir weitere Finanzmittel sichern. Nach einer intensiven Produktentwicklung 2016 verfügen wir nun über ein 30-köpfiges Team mit toller Technologie und glücklichen Investoren. Jetzt sind wir in einer Position, in der wir unser Produkt auf den Markt bringen können.

Was sind Ihre wichtigsten Tipps für andere Jungunternehmer?

  1. Man muss erfahrene Leute um sich haben. Nur eines von 100 Start-up-Unternehmen erhält eine Finanzierung und nur eines von zehn von diesen 100 schafft es. Um erfolgreich zu sein, muss man sich mit Leuten umgeben, die genau den gleichen Prozess, vor dem man selbst steht, bereits hinter sich haben.
  2. Das Produkt muss im Mittelpunkt stehen. Wenn man ein Produkt zu schnell einführt, besteht das Risiko, dass man scheitert, weil die Produktionskapazität und das Kapital fehlen. Der beste Rat, den ich geben kann, ist es, zuerst Produktmanager und keine technischen Leiter einzustellen. Ich habe dies ignoriert und das hat Shop.co ein Jahr gekostet – wenn ich zurückblicke, würde ich einen Produktmanager und zwei Entwickler einstellen und mich dann darauf konzentrieren, ein Produkt zu entwickeln, das die Menschen lieben. Nicht nur mögen, sondern lieben. Wenn man das beherzigt, lässt sich das Produkt einfacher und günstiger vermarkten.
  3. Die Technologie muss unkompliziert sein. Für die Entwicklung von Shop.co mussten wir eine komplett neue Technologie erfinden, was machbar, aber in keinem Fall gewährleistet war. Erfindung ist ein unsicherer Prozess, der viel Zeit und Geld kostet, zwei Dinge, die Start-up-Unternehmen nicht haben.

Wie hat Ihnen der MBA-Abschluss von der WHU bei der Unternehmensgründung geholfen?

Das Netzwerk für Unternehmer war die wertvollste Ressource – ich konnte dank IdeaLab! (Gründerkonferenz der WHU), meinen Wahlfächern und Kursen Einblicke in die Branche gewinnen, Menschen treffen, mich vernetzen und mehr über die Vor- und Nachteile dieser Laufbahn erfahren. Neben dem Netzwerk hat mir der MBA-Abschluss geholfen, in die Privatwirtschaft zu gehen und Erfahrungen mit dem Investitionsgeschäft zu sammeln. Das war ein zusätzlicher Bonus! 

 

Schauen Sie sich den 2017 IdeaLab! Trailer an

Jay Habib, MBA-Abschluss 2013 und Gründer von Shop.co

Das gesamte Team von Shop.co